Rezension/Kritik - Online seit 03.12.2016. Dieser Artikel wurde 3852 mal aufgerufen.

EXIT: Das Spiel – Die verlassene Hütte

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Autor: Inka Brand
Markus Brand
Verlag: KOSMOS
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 1 - 6
Dauer: 45 - 90 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2016
Bewertung: 5,2 5,2 H@LL9000
4,8 4,8 Leser
Ranking: Platz 439
EXIT: Das Spiel – Die verlassene Hütte

Spielziel

Der Trend der Live Escape Games hat nun auch die Brettspielwelt erreicht. Bei dieser Art von Spielen, deren Ursprung im Bereich der Computerspiele zu finden ist, wird eine Gruppe in einen Raum eingeschlossen und hat 60 Minuten Zeit, um sich zu befreien. Dazu suchen die Spieler gemeinsam Hinweise und lösen knifflige Rätsel, um Schlüssel oder Kombinationen für Zahlenschlösser zu erhalten. Je nach thematischem Setting des Raumes tauchen die Spieler dabei in eine Geschichte ein. Gefragt ist bei dieser Art von Spiel vor allem Teamarbeit.

Ablauf

Bei der Einstimmungsgeschichte zum ersten Exit-Game aus der Kosmos-Reihe fühlt man sich ein wenig an die „Rocky Horror Picture Show“ erinnert: Die Autofahrt der Spieler durch eine stürmische Nacht wird durch eine Panne gestoppt. Auf der Suche nach Hilfe stößt man – nun ja, nicht auf ein altes Schloss, sondern auf eine verlassene Hütte. Man beschließt, dort die Nacht zu verbringen.

Doch am nächsten Tag stellt die Gruppe fest, dass Fenster und Türen mit Zahlenschlössern verriegelt sind. Auf der Suche nach einem Ausweg findet man ein Buch sowie eine merkwürdige Drehscheibe. Schnell wird klar, dass dies das gemeine Spiel eines Unbekannten ist. Wird es die Gruppe schaffen, die Hütte innerhalb einer Stunde zu verlassen?

Fazit

Zehn Rätsel der verschiedensten Art gilt es insgesamt zu lösen. Gemein ist allen Aufgaben, dass man eigentlich sofort spürt, wenn man auf dem richtigen Weg ist, keine Lösung fühlt sich an, als ob sie irgendwie an den Haaren herbeigezogen wäre. Natürlich möchte ich in meiner Rezension nichts verraten, schließlich soll jeder die Spannung dieses Spiels voll auskosten können. Und spannend verläuft es zweifellos. Ich hätte nicht gedacht, dass man in ein kleines Spiel in der Größe einer Mitbringschachtel so viele Herausforderungen packen kann!

Eine gut verständliche Spielregel erklärt die Handhabung des gesamten Spielmaterials: die Lösungs- und Hilfekarten sowie die Decodierscheibe. Denkt man, die Lösung eines Rätsels gefunden zu haben, stellt man den entsprechenden Code auf der Scheibe ein. Als Ergebnis präsentiert sie die Ziffer einer Lösungskarte, die dann aber nicht gleich verrät, ob man mit seiner Vermutung richtig lag oder nicht. Denn zuerst wird auf der Karte abgefragt, auf welchem Bild die vermeintliche Lösung basiert. Erst wenn man auch hier korrekte Angaben macht, besteht die Belohnung in weiterem Spielmaterial, das wieder dafür sorgt, dass weiter getüftelt werden kann.

Die Rätsel dieses Exit-Spiels haben für meinen Geschmack genau den richtigen Schwierigkeitsgrad - für Leute, die tatsächlich schon in Live Escape Room waren, sind sie noch fordernd genug, für Leute, die völlig unerfahren an die Sache herangehen, sind sie aber auch nicht unlösbar.

Mein erstes Spiel hat mir gezeigt, dass es sehr wichtig ist, mit der richtigen Gruppe zu spielen. Hier gibt es grundsätzlich zwei: Die einen wollen jedes Rätsel voll auskosten und bei jeder Aufgabe mit dabei sein. Hilfekarten werden nur im äußersten Notfall benutzt, nämlich dann, wenn man überhaupt nicht mehr weiterkommt. Auch, wenn das bedeutet, dass man vielleicht länger als eine Stunde zum Lösen der Rätsel benötigt. Die andere Gruppe hat nur die Uhr im Blick und ist von dem Ehrgeiz beseelt, die Hütte in möglichst weniger als einer Stunde zu verlassen. Dazu werden nach Möglichkeit „Arbeitsgruppen“ gebildet, die sich parallel mit zwei verschiedenen Aufgaben beschäftigen. Der Blick in die Lösungstabelle nach getaner Arbeit ist dann Belohnung genug, wenn es möglichst viele Sterne für schnelles Rätsellösen gibt.

Ich gehöre zweifellos zur ersten Gruppe. Bei jedem Rätsel will ich meine Finger im Spiel haben und ich will am Ende genau wissen, warum wir es wie geschafft haben. Schon alleine deshalb, weil man diese Exit-Spiele nur einmal spielen kann. Ich kann eben nicht bei meiner nächsten Partie sorgfältiger auf die eine oder andere Stellschraube achten - nach einem Spiel ist es aus und vorbei. Das gilt übrigens für das gesamte Spiel. Das Material wird zerrissen, geknickt, beschriftet usw. Nicht nur, dass man das Spiel danach selbst nicht mehr spielen kann, man kann es auch nicht an andere Interessierte weitergeben. Meines Erachtens ist das aber der einzige Minuspunkt, dem man dem Spiel ankreiden kann.

Ansonsten kann ich jedem Rätsel- und Tüftelfreund nur empfehlen, ein solches Spiel mal auszuprobieren - möglichst nicht zu fünft oder sechst, denn dann ist der Einzelne nicht ausreichend gefordert. Zwar bauen die drei Kosmos-Exit-Spiele nicht aufeinander auf und können in beliebiger Reihenfolge gespielt werden, ich fand aber Die verlassene Hütte am einfachsten, daher würde ich auch damit beginnen.

Insgesamt halte ich die Umsetzung der Live Escape Spiele in Brettspiele für eine tolle Sache und ich freue mich schon auf jedes weitere Spiel, das dazu erscheinen wird!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

EXIT: Das Spiel – Die verlassene Hütte: 5 H@LL9000-Bewertungen, Durchschnitt: 5,2 5,2

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.11.16 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.11.16 von Michael Timpe - Ich war noch in keinem Exit-Raum, aber diese Hütte hat mich sehr begeistert. 90 min (nein wir waren nicht so gut) spannende und anspruchsvolle Unterhaltung
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.11.16 von Horst Sawroch - Spielerhuerde 1: Ein Spiel zu zerfleddern. Spielerhuerde 2: Regel/Material in Ruhe sichten. Spielerfreude: Fuer Escape Room oder Raetselfreunde immens - auch wenn wir das Raetsel nicht in der Zeit loesten.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.12.16 von Rene Puttin - Kaum Regeln, hoher Spielspaß, große Spannung, tolle Rätsel, kleiner Preis was will man mehr?
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.04.17 von Andreas Odendahl - Sehr schöne Spiele, diese Exit-Spiele. Es gefällt auch sehr der geringe Preis. Es fällt deutlich leichter zu akzeptieren, dass man ein Spiel nur einmal spielen kann (und dann nie wieder), wenn es dann auch noch so günstig ist. Dazu sehr schöne, kniffelige Rätsel. Top

Leserbewertungen

EXIT: Das Spiel – Die verlassene Hütte: 8 Leserbewertungen, Durchschnitt: 4,8 4.8

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.11.16 von Alexander Broglin - erstes Spiel der neuen Escape-Room Reihe. Gut gemacht, verbindet geschickt einzelen (manchmal leider etwas angestaubte) Knobelrätsel. Insgesamt macht es Lust auf ein weiteres Spiel aus der Reihe.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.12.16 von Flott - Hat uns 90 Minuten großen Spaß gemacht. Meine einzigen größeren Kritikpunkte sind, dass das letzte Rätsel etwas abgefallen ist, vor allem aber, dass der Aufbau insgesamt sehr linear war. Trotzdem starke vier Punkte!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.12.16 von Heike - Wir hatten zu zweit jede Menge Spaß und qualmende Köpfe. Wir haben fast zwei Std gebracht....hatten zweimal ein Brett Rossi dem Kopf. Habe direkt ein anderes Set der Reihe noch gekauft.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.01.17 von AS - Wir hatten richtig viel Spaß beim rätseln und knobeln.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.02.17 von Andreas Freye - Das Spiel bescherte uns gute zwei gemütliche Stunden, wo jeder mal mit Wissen / Ideen glänzen durfte und manchmal standen aber alle auf dem Schlauch. Manche Lösungen waren schon sehr pfiffig ausgedacht. Dies war sicher nicht das letzte Spiel dieser Reihe für uns, aber man muss sicher auch nicht alle spielen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.05.17 von Hans Huehnchen - nach der Grabkammer des Pharao unser zweites Spiel aus der Exit-Reihe. Wenn man weiß, wie die Exit- Spiele ticken, sind viele Rätsel einfacher zu lösen als beim ersten Spiel. Trotzdem vergebe ich die volle Punktzahl für 67 spannende Minuten zu zweit. Eine tolle Reihe!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.05.17 von Pasvik - Wir haben es zu Dritt gespielt. Und es hat richtig Spaß gemacht. Selbst meine Tochter, die sonst eher schwerlich für Spiele begeistert werden kann, kann es kaum erwarten, das nächste Spiel (Die Grabkammer des Pharao) zu spielen. Gut gemacht!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.06.17 von SpielerB - Sehr schönes Rätzelspiel! Hat mich und meine Frau ca. 95 Minuten wunderbar unterhalten. Rätzel sind auch wirklich abwechslungsreich. Leider, leider ist das Spiel dannach unbrauchbar und schade fand ich auch, dass die Wertungstabelle nicht unterschiedliche Spieleranzahlen beachtet.

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