Rezension/Kritik - Online seit 10.04.2008. Dieser Artikel wurde 10173 mal aufgerufen.

Flinke Feger

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Autor: Bruno Cathala
Serge Laget
Illustration: Eckhard Freytag
Stphane Poinsot
Verlag: Pro Ludo
Rezension: Alfons Leierseder
Spieler: 2 - 6
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2007
Bewertung: 3,8 3,8 H@LL9000
4,1 4,1 Leser
Ranking: Platz 5024
Flinke Feger
Auszeichnungen:2007, As d'Or - Jeu de l'Anne Gewinner2007, As d'Or - Jeu de l'Anne Nominierung2007, Golden Geek Bestes Kinderspiel Nominierung2008, Spiel des Jahres Empfehlungsliste

Spielziel

Wer Memory nicht mag, sollte eher die Finger von diesem Spiel lassen; es geht nmlich darum, sich Bilder auf den Wrfeln zu merken. Und wer dies perfekt und schnell kann, wird auf jeden Fall um den Sieg mitspielen. Nur wehe dem, dessen Kurzzeitgedchtnis Lcken aufweist. Und ob man nun eine geborene Hexe ist oder sich lieber durch die Welten von Harry Potter zaubert, ist vllig egal; die kleinen grauen Zellen sind wichtig!

Ablauf

Schlgt man das Buch auf, findet man eine Menge Material darin: 26 Spielplankarten in Sechseckform, die auf dem Tisch der Reihenfolge nach (von -2 bis Ziel) ausgelegt werden und eine schn gestaltete Zhl- und Laufleiste darstellen. Ein Set mit 9 Karten erhlt jeder Spieler; darauf sind - warum auch immer - so tolle Namen wie Lii, Mork, Sims, Glug oder Abra zu finden; aaah, vielleicht sind das ja Wortfetzen aus Zaubersprchen! Wichtiger sind jedoch die abgebildeten Symbole wie z. B. Blitz, Spinne, Kompass, die wir spter fr unsere Zauberformel brauchen. 9 Wrfel mit eben diesen Symbolen in schwarz bzw. in wei bilden das Kernstck des Spiels und werden in die Spieleschachtel (geffnetes Buch) gelegt. Dieses Buch hat eine einzige Seite, die es spter mglich macht, die Wrfel zu verdecken. Schlielich bentigt man noch die Karten Schwarze Magie.

Jede Hexe stellt ihre Figur auf das Feld START und los gehts! Der Ablauf der Partie ist schnell erklrt: Die Wrfel werden in die offene Schachtel geworfen und nun arbeitet jede Hexe daran, "ihre eigene Formel" zusammenzustellen. Dabei blicken alle auf die ausliegenden Wrfel und merken sich entweder die schwarzen oder die weien Wrfelsymbole, wobei gleiche Symbole, die sowohl in wei als auch schwarz vorhanden sind, nicht gewhlt werden drfen. Wer meint, seine Formel zu kennen, schlgt die Buchseite um und nun mssen alle Hexen ihre Zauberformel mit Hilfe ihrer Handkarten erstellen. Wenn alle eine verdeckte Reihe Karten vor sich liegen haben, werden diese gemeinsam aufgedeckt und schon gehts zur Wertung. Als Erstes ist die Hexe an der Reihe, die das Buch zugeschlagen hat, danach auch die anderen Hexen, und zwar entsprechend der Reihenfolge innerhalb des Parcours, zuerst die Fhrende, dann die zweite usw.

Die Wertung luft folgendermaen ab: Falls die Formel einer Hexe nur gltige Symbole enthlt, luft sie mit ihrer Figur auf der Leiste genauso viele Punkte vorwrts, wie sie richtige Symbole hat. Wenn die Formel alle gltigen Symbole einer Farbe beinhaltet, spricht die Hexe die perfekte Zauberformel und

darf fr eine perfekte Formel in Orange die Anzahl der ausliegenden Karten plus 2 weitere Felder vorrcken,

fr eine perfekte Formel in Schwarz die Anzahl der ausliegenden Karten vorrcken und so viele Karten schwarze Magie ziehen, wie viel Felder sie vorgerckt ist. Eine dieser Karten darf sie behalten, die anderen werden zurckgelegt.

Schon eine einzige falsche Karte in der Formel bedeutet, dass die Hexe vom Besen fllt und deshalb in dieser Runde nicht vorwrts kommt. Auf diese Art und Weise versucht jede Hexe, ins Ziel zu gelangen. Zwei Dinge sind noch wichtig:

Auf das Feld der fhrenden Hexe wird das Plttchen Verwnschung gelegt; dieses bewirkt, dass die Hexe keinen Bonus (2 Felder weiter bzw. eine Karte schwarze Magie) fr eine perfekte Formel bekommt. Auerdem taumelt die Hexe, die das Buch zugeschlagen hat, zwei Felder zurck, wenn sie ein falsches Symbol in ihrer Formel hat, (deswegen auch die -2 im Spielplan) und ist anschlieend fr diese Runde flugunfhig.

Die schwarzen Karten haben verschiedene negative Eigenschaften, die andere Hexen bremsen oder sie verhexen. Oder es sind Luftakrobatikkarten, die am Ende des Spiels zustzliche Punkte bringen.

Das Spiel endet, sobald eine (oder mehrere Hexen) die Ziellinie berfliegt. Je nach Platz bekommen die Hexen Punkte; dann werden noch die schwarzen Karten auf der Hand ausgewertet und wer dann am weitesten vorne ist, gewinnt das Spiel.

Fazit

Gleich am Anfang eine tolle Sache: Das Spiel prsentiert sich in Form eines Buches und ziemlich schnell wird klar, warum das so ist. Diese Idee ist nicht nur nett anzusehen, sondern wirklich hervorragend umgesetzt! Grundstzlich ist das Material vielfltig und dessen Qualitt durchwegs in Ordnung. Leider lsst sich das von den Hexen nicht behaupten; diese fallen nmlich relativ hsslich aus; vielleicht muss das aber aufgrund des Themas so sein. Schade, dass es hier nicht mglich war, etwas mehr sthetik einflieen zu lassen! Sogar Sofie Sahneschnittchen (als angeblich attraktivste Hexe) hat fr mich nichts wirklich Anziehendes an sich. Und auch wenn ich jetzt als "typisch Mann!" bezeichnet werde: Ich mag schne Gestalten auch wenn es sich um Hexen handelt! Die sechseckigen Punktekarten sind stimmig, fr ihren Zweck jedoch recht aufwndig gestaltet. Sie haben den Vorteil, dass "der Spielplan" immer Platz auf dem Tisch findet, unabhngig von dessen Gre.

Der Spielablauf ist eher einfach: Wrfeln Merken (hoffentlich) vorwrts kommen. Strategie - eher Fehlanzeige! Natrlich kann es sinnvoll sein, eher auf die schwarzen Symbole zu schauen und dann mit den Aktionskarten Punkte zu sammeln oder das Spielgeschehen zu beeinflussen, aber tut man das denn wirklich? Entscheidend aufhalten wird man denjenigen nicht, dessen Kurzzeitgedchtnis und Beobachtungsgabe mehr als durchschnittlich ist.

Fr eine gelungene Idee halte ich das Plttchen "Verwnschung", weil dadurch die fhrende Hexe etwas gebremst werden kann, denn sie bekommt ja keine Bonuspunkte fr eine richtige Formel. Als Strategie wird vorgeschlagen, sich an zweiter Stelle aufzuhalten, um damit der Verwnschung zu entgehen. Dieser Rat ist meines Erachtens jedoch schwer einzuhalten, da jede Hexe wenig Einfluss darauf hat, wie sich die MitfliegerInnen verhalten. Eine andere Idee, sich stark auf die schwarzen Karten zu konzentrieren, hat bei uns wenig zum Erfolg gefhrt, weil es aufgrund der Wrfel einfach nicht immer sinnvoll ist, dieser Strategie nachzugehen. Dazu geht es hier zu sehr um ein Wrfelspiel!

Was die Chancengleichheit betrifft, stehen in der Regel gut gemeinte Vorschlge; schade jedoch, dass unerfahrene Besenreiter zwar am Anfang in Fhrung sind, dann jedoch fr eine perfekte Formel keinen Bonus erhalten eben weil sie in Fhrung sind. Und dass erfahrene Hexen niemals von "einem Bonus profitieren" drfen, stellt den guten Gedanken der "perfekten Formel" auf den Kopf.

Hmmm?? Was bedeutet das letztendlich? Ich bin hin und her gerissen, wie ich dieses Spiel einschtzen soll:

Einerseits geht es um einen recht interessanten Einsatz von Wrfeln und um einfache Regeln. Andererseits bekomme ich durch das stndige "Viel-merken-mssen" irgendwie keinen rechten Zugang zu diesem Spiel.

Einerseits hat das Spiel ein tolles Outfit (abgesehen von den Hexen), andererseits hilft das wenig hinsichtlich einer gewnschten Spieltiefe.

Einerseits macht das Spiel den Eindruck, etwas Besonderes zu sein, andererseits hlt es dieses Versprechen nicht so recht.

Einerseits macht es den Anschein von strategischen Mglichkeiten, andererseits bleiben diese im Laufe des Spiels doch irgendwie auf der Strecke.

Nun gut! Vielleicht habe ich einfach keinen rechten Zugang zu den Hexen gefunden - wieder tut sich wohl der Mann in mir schwer ... Interessantes Spiel - keine Frage; aber eingeschlagen hat es irgendwie nicht und meine Spielreizbewertung begrndet sich wohl einfach darin, dass ich mich schwer als hssliche Hexe definiere!

Rezension Alfons Leierseder

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Flinke Feger: 3,8 3,8, 9 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.03.08 von Alfons Leierseder
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.10.07 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.12.07 von Tommy Braun - Hilfe - schon wieder ein Stressspiel, aber ein zugegebermaen gutes. Wer Bongo mag wird Flinke Feger lieben. Sehr schn ist das man die Auswahl zw. schwarzen und orangenen hat (macht die Sache nochmal schwieriger - besonders fr enscheidungsgehemmte). Und die Fhrendenbremse ist ne tolle Sache. Die Karten sind mir zu unausgeogen und zu stark (man sollte nicht mehr als eine Karte spielen drfen - auch am Schlu) So nur ne sehr gute 4. (und natrlich ist es kein Denkspiel sondern ein 'Stress'-Merkspiel).
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.01.08 von Ralph Bruhn - Der Mechanismus mit den Buchseiten und den Wrfeln gefllt mir noch gut. Aber dieser Laufmechanismus, der den Fhrenden bestraft, damit das Spiel halbwegs spannend bleibt...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.01.08 von Jochen Traub - Meiner Meinung nach wird der fhrende Spieler zu stark gebremst. Das hlt das Feld zwar zusammen, macht den Ausgang des Spiels dann aber eher zufllig.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.03.08 von Sandra Lemberger - Eine gute 4 mit Tendenz zur 5! Die Karten sind teilweise ein bisschen zu stark und schieen ber das Ziel, den Fhrenden zu bremsen, oft ein wenig hinaus.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.04.08 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.04.12 von Michael Timpe
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.08.12 von Mahmut Dural - Keine Abwechslung im Spiel, daher geringer Wiederspielreiz. Da hilft auch die tolle Aufmachung nicht.

Leserbewertungen

Leserwertung Flinke Feger: 4,1 4.1, 13 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.04.08 von Oliver S.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.04.08 von Peter Steinert - Schn :-) Einfach auf den Tisch legen, und alle sind auf magische Weise "verzaubert". Die Aktionskarten sind aber teilweise nicht unbedingt mein Fall. Ach was soll's, im Grunde genommen wurde mit diesem Spiel (fast) alles richtig gemacht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.04.08 von Jrn Frenzel
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.04.08 von Tobias Brouwer
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.04.08 von Braz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.04.08 von Matty - Vom Spielgefhl her ist es ein aufgemotztes Bongo, ein wunderschn aufgemotztes allerdings. Die Mglichkeit des Spielens gegen den Fhrenden lsst auch Spieler daran teilhaben, denen dieser Mechanismus nicht so sehr liegt, allerdings wird`s dadurch auch recht beliebig. Die Verkrzung der Strecke auf die Hlfte macht das Spiel deshalb meiner Meinung nach besser. In dem Fall spiele ich es gerne wieder mit.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.04.08 von Barbara Stocker - In unseren Runden kam es bisher bei jedem Spieler super gut an.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.04.08 von Marco Stutzke
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.04.08 von xaverius - In meinem Alter mag man (?) solche stressigen Spiele eigentlich gar nicht mehr - aber ich mag FF!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.04.08 von Volker Nattermann - Ich verliere stndig, aber es macht viel Spass
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.05.08 von Andreas D. Becker - Sehr schne Aufmachung, schner Schwierigkeitsgrad mit den unterschiedlichen Farbwrfeln, sehr gelungen, kommt immer gut an. Ist fr mich eigentlich ein Kandidat fr die Nominierungsliste "Spiel des Jahres".
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.09.10 von Glsm Dural
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.10.15 von Daniel Rttimann - Sowohl das Thema als auch der Mechanismus liegen mir ganz und gar nicht. Sorry, ich fands einfach grauenhaft.

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