Leserwertungen

Wir bieten den Besuchern unserer Seite die Möglichkeit, selbst die Spiele zu bewerten. Dies soll Spielefans und potenziellen Spielekäufern die Möglichkeit geben, sich ein umfassenderes Bild zu machen.

* Agricola: Familienspiel

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.01.20 von sutrebuh - Agricola für Einsteiger! Kein Gemüse, keine Steine, keine Ausbildung, keine kleinen Anschaffungen. Das Familienspiel reduziert die Komplexität deutlich. Hat man beim Original als Einsteiger kaum Punkte gemacht, so erreichen hier schon allein durch die großen Tierherden auch Kinder vergleichsweise hohe Punktzahlen. Verstärkt wird das dadurch, dass man keine Ḿinuspunkte machen kann außer bei Mangelernährung. Die Knappheit, von der das Original so geprägt ist und die auch seinen Charakter ausmacht, ist hier also deutlich gemildert. Hatte man da immer zu wenige Züge, so weiß man hier teilweise tatsächlich nichts Schlaues mehr anzufangen. In der alten Auflage gab es eine Familienversion, die einfach ohne Ausbildungen und kleinen Anschaffungen auskam. Das vermittelte fast das gleiche Spielgefühl und ist auch nicht viel komplexer.

* Architekten des Westfrankenreichs / Architects of the West Kingdom

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.07.25 von sutrebuh - Umso mehr, desto besser! Nach und nach sammeln wir hier unsere Arbeiter bei den Einsatzfeldern. Umso mehr, desto besser! Denn drei Arbeiter holen dreimal so viele Steine aus dem Steibruch wie einer allein. Fast wie im richtigen Leben, nur dass es keine faulen Kerle gibt. Unglücklicherweise können wir die Arbeiter nicht gleichzeitig los schicken, sondern jede Runde nur einen. Und noch unglücklicher macht uns, wenn die einmal mühsam angesammelten Arbeiter von der Konkurrenz in Gefangenschaft genommen werden, wo sie dann so lange nutzlos ihr Dasein fristen, bis wir sie frei bekommen. AdW bietet also ein etwas anderes Arbeitereinsetzspiel, das die dort übliche Form der Interaktion ersetzt. Einsetzfelder sind (fast) nie blockiert, sodass wir auch nie darum bangen müssen, dass sie uns weggeschnappt werden. Dafür bangen wir jetzt darum, dass niemand unsere Arbeiter einfängt. Ein netter Dreh, mit dem etwas weniger Nervenkitzel einher geht: Es ist einfach etwas vorhersehbarer, wann der Fall eintreten wird, in der Regel so ziemlich genau bei drei Arbeitern an einem Ort. Ansonsten wird Spielstandardkost geboten: Ressourcen sammeln, um Gebäude zu errichten, mit denen sich Siegpunkte generieren lassen. Garniert wird das Menü mit einer kleinen Spezialität: So manche Aktion wirkt sich auf die persönliche Tugendhaftigkeit aus. Je nachdem, wie es darum bestellt ist, stehen dann bestimmte Aktionen nicht zur Verfügung: Die Tugendhaften dürfen sich nicht auf dem Schwarzmarkt umsehen und die Verachteten nicht an der Kathedrale mit bauen. Gewinnen, so hat sich rausgestellt, kann man mit und ohne Tugend, so lange man nur am meisten baut. Der Name des Spiels ist irgendwie irreführend. Mit Architektur hat das alles nichts zu tun. Vermutlich hat man da einfach den gleichen Grundsatz verfolgt: Umso mehr Buchstaben, desto besser!

* Ausgerechnet Uppsala

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.03.25 von sutrebuh - Besser als Buxtehude! In Europa kennen sich vor allem Jüngere besser aus als bei deutschen Kleinstädten. Außerdem lässt sich aufgrund der sprachlichen Unterschiede bei den Schreibweisen auch ohne Wissen prima spekulieren. Ansonsten gilt, was für Buxtehude auch gilt: Karten sind trotz der Menge überraschend schnell durch; und dass nur die Länder, aber nicht die genaue Lage der Orte auf der Karten eingezeichnet ist, lässt genau dann Information vermissen, wenn sie gefragt wäre.

* Azul: Die Buntglasfenster von Sintra

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.02.23 von sutrebuh - Tüftelei! Obwohl die Steine genau so, wie im Original aus der Mitte gezogen werden, hat die interaktive Bedeutung nachgelassen. Denn jetzt kommen die Steine schon auf irgendeinem Streifen unter, sodass es sich weniger lohnt, auf die Tableaus der anderen zu schauen. Das Einsetzen ist etwas mehr Tüftelei ohne strategische Nuancen. Man spielt nicht auf Spalten oder Farben, sondern es kommt darauf an, wie gut man die Streifen von rechts nach links befüllt bekommt. Der Schachteleinsatz ist eine Frechheit: Zu wenig Platz für den Beutel mit den Steinen, die Streifen müssen teils liegend, teils auf der Kante in ihr Fach gefummelt werden und für den unnötigen Turm gibt es überhaupt keinen Platz. Hat das denn niemand ausprobiert?

* Black Fleet

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.06.20 von sutrebuh - Natürlich ist das kein Kennerspiel, aber es ist auch nicht wirklich ein Familienspiel. Die Piratennummer ist voll und ganz auf Jungs ab der späten Grundschule ausgelegt: Waren werden verschifft, Handelsschiffe gekapert und Kriegsschiffe jagen den Piraten nach. Jede Runde werden Schiffe versenkt, Waren erbeutet, Handelsgewinne eingestrichen und Zielkarten mit diversen Extras freigeschaltet. Es geht turbulent zu auf dem Spielplan und immer knapp aus. Für Jungs aufregend, für Eltern nicht so, weil es durch die vielen verschiedenen Einflussfaktoren geradezu beliebig wirkt. Jede Runde verändert sich die Situation komplett, trotzdem gleicht sich der Ablauf das ganze Spiel über: Man fährt sein Handels-, sein Piraten- und ein Kriegsschiff und macht das Beste aus der aktuellen Situation. Die Aufmachung ist dabei geradezu kitschig, abgesehen von den Metallmünzen, die sind super. Und dann ist da noch eine feine Sache: Als Schlusskarte sind für Erwachsene 20er statt 10er vorgesehen, damit sichergestellt ist, dass die Kinder auch schön oft gewinnen.

* Blood Rage

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.08.23 von sutrebuh - Dick aufgetragen! Blood Rage bietet ein Drafting mit anschließender Kampfaustragung auf ganzen neun Feldern zuzüglich 4 Fjorden. Mit gewöhnlicher Ausstattung käme das Spiel tatsächlich recht schlicht daher. Die üppige Ausstattung macht es zu einem Hingucker trägt ansonsten aber (außer zum Preis) nicht viel bei, weil das Spiel keine Geschichte erzählt. Der Mechanismus selber bietet dafür durchaus Unterhaltung: Das Drafting lädt zu taktischen Überlegungen ein, der Kampf bietet manch Überraschung und zum Sieg führen verschiedene Wege. Trotzdem lässt eine:n das Spiel manchmal ratlos zurück: Die Unwägbarkeiten scheinen groß und zugleich ein Vorsprung bei der Wut uneinholbar.

* Bohnanza - Erweiterung

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.05.21 von sutrebuh - Kann man Bohnanza mit mehr als fünf Spielern spielen? Ja, und das funktioniert sogar erstaunlich gut. Freilich geht es dabei am Tisch etwas turbulenter zu, aber es fühlt sich immer noch wie Bohnanza an. Die Erweiterung bringt dafür die nötigen zusätzlichen Bohnensorten mit: Kakao-, Kaffee- und nunja Weinbrandbohne. Lange Wartezeiten treten nicht auf, wenn man sich am Tauschen und Handeln beteiligt, und das macht immerhin Bohnanza aus. Die anderen Varianten aus dieser Erweiterung fügen etwas hinzu, ohne dass es dadurch wirklich besser oder anders würde.

* Broom Service

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.07.23 von sutrebuh - Ein Brett zum Mechanismus! Eigentlich handelt es sich ja nur um eine Zockerei um starke versus schwache Aktionen. Die Einschätzung der Gegner kann gelingen, aber auch schiefgehen, immerhin treffen die umgekehrt auch so ihre Einschätzungen. Eine gehörige Portion Unwägbarkeit bleibt. Das Brett lässt diesen schlichten, immerhin sehr interaktiven, aber sich doch stetig wiederholenden Mechanismus nicht so ganz blank dastehen und hilft manchmal tasächlich bei der Einschätzung - oder eben beim Bluffen. Nunja, mehr wird es jedenfalls nicht und so konnten die Herzen der Kinder sich nicht erwärmen, zumal das Thema sie auch nicht erreichte.

* Burg Flatterstein

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.08.18 von sutrebuh - Auf einer Seite der Schachtel stellt man eine Burg aus Karton auf. Von der anderen Seite schießt man dann mit einem Katapult, das eigentlich wie ein Blasebalg funktioniert, kleine Stofffledermäuse und versucht durch die Fenster der Burg zu treffen. Das ist gar nicht so einfach und macht das Spiel ganz interessant. Am Material habe ich nichts auszusetzen, sondern mir erscheint das eher gut für die motorische Entwicklung. Schlussendlich handelt es sich um ein Rennspiel, bei dem Geschick hilft, aber Karten dafür sorgen, dass niemand uneinholbar entwischen kann. Abgeschlagen zurückliegen, kann man hingegen schon, wenn es blöd läuft, was durchaus frustrierend sein kann.

* Caesar & Cleopatra

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.12.19 von sutrebuh - Patrizier überzeugen mit heftigem Taktieren und einem guten Schuss Glück! An jeder der fünf Patrizier-Gruppen legt man verdeckt seine Einflusskarten an und hofft, dass man zum zufälligen Zeitpunkt der Abstimmung seinen Gegner übertrumpft, wobei der Gewinner seinen stärksten Einfluss und der Verlierer seinen schwächsten verliert. Nebenbei kann man mit Aktionskarten noch ein wenig die Pläne des Gegners durchkreuzen. Ein wahrer Schelm ist der Philosoph, der das Ergebnis einfach umdeutet, sodass die schwächere Seite gewinnt. In Summe ist das Spiel taktisch, konfrontativ, gemein und glücksabhängig - für Kinder also eher schwer verdaulich.

* Carcassonne - Der Fluss

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.04.20 von sutrebuh - Der Fluss zieht das Spiel anfangs weit auseinander, wodurch große Wiesen entstehen. Außerdem scheint er nicht ganz ausgeglichen, weil manche Flussteile schlicht Nieten sind, mit denen sich nichts anfangen lässt. Aber schön ausschauen tut er schon.

* Carnegie

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.11.23 von sutrebuh - So, so, Carnegie also! Der Philantrop, dem seine Angestellten und ihr Leben nicht viel bedeutete, wird hier als Namenspatron mit dem expliziten Hinweis gewählt, dass man seine negativen Seiten außen vor lassen wolle. Das ist recht brav und genau so brav ist das Spiel dann auch geworden. Abgesehen von der Aktionswahl auf der Zeitleiste, die ein Hauch von Puerto Rico umweht, ohne auch nur annähernd deren Klasse zu erreichen, folgt alles bekannten Schemata mit einer Prise Weichspüler: Der Arbeitereinsatz geschieht auf dem eigenen Tableau, wodurch niemand in die Quere kommen kann. Beim Streckenbau geht es eigentlich nur um die Verbindung von vier großen Städten, wodurch von vornherein klar ist, was zu tun ist. Spenden bringen einfach Extrapunkte für bestimmte Spezialisierungen, doch spendet man im Laufe des Spiels so oft, dass die strategischen Unterschiede eher überschaubar ausfallen. Das Industriellenleben gestaltet sich so recht unbeschwert, weshalb die punkteträchtige Verbindung der vier Städte mit Lokomotiven fast ein wenig zu leicht gelingt. Es fehlt an Problemen, es fehlt an Drama, es fehlt an Würze. Das Vorgehen unterscheidet sich von Spiel zu Spiel nicht nennenswert. Ja, man sollte seine Planungen an der Zeitleiste orientieren und den anderen dabei nicht zu sehr in die Karten spielen. Insofern läuft das Spiel immerhin interaktiver als viele andere aktuelle Titel. Es läuft auch rund, ist eingängig zu erklären und dauert nicht zu lang. Kurzum, es ist angenehm - und brav.

* Civilization: Ein neues Zeitalter / Civilization: A New Dawn

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.06.22 von sutrebuh - Jedes Mal gestaltet sich die Karte anders. Jedes Mal verläuft die Ausbreitung darauf anders. Jedes Mal liegen die Akzente anders. Das Spiel besticht durch Varianz in der Ausgangslage und ahmt damit jene des Computerspiels gut nach, ohne dessen Langatmigkeit zu übernehmen. Denn die Fokusleiste treibt das Spiel elegant und flott voran. Die Spielanlage gefällt also grundsätzlich. Doch die gleiche Leiste lässt das Spiel schematisch ablaufen, weil der Fokus auf den starken Aktionen liegt. Außerdem findet recht wenig Interaktion statt und wenn dann nicht sonderlich spannend.

* Cluedo

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.06.18 von sutrebuh - Wenn alle sehr aufmerksam mitdenken, braucht man Glück für den Sieg. Dann kann es helfen die richtigen Zahlen zu würfeln oder zufällig eine vorteilhafte Kartenkombination auf der Hand zu haben. Immer wieder eine Freude sind jene Momente, wenn sich eine Zuordnung von Karten erschließen lässt, ohne sie sich direkt abgefragt zu haben. Ohne Protokollierung des Geschehens geht das aber nicht, sodass es auf Schreibarbeit ankommt.

* Codenames

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.01.21 von sutrebuh - Streng und anstrengend! Wenn man Chef und kein Genie ist, fällt es manchmal nicht so leicht, einen geeigneten Begriff zu finden. Und wenn man Agent ist, dann wartet, wartet und wartet man solange. Außerdem ist so viel begriffliche Genauigkeit und spielerische Disziplin gefragt, dass das Spiel nur noch wenig Raum für Spaß lässt, muss man sich alberne Kommentare doch ständig verkneifen. Für jüngere Kinder aufgrund der hohen Anforderungen an Assoziationen, wenn man nicht nur 1er-Tipps geben will, eher schwierig: eher ab 12 Jahren denn ab 10, wie auf den neueren Auflagen angegeben. Insgesamt als Wortassoziationstrainig aber eine äußerst elegant gemachte Übung. Dass die Wörter in einer Richtung kontrastarm aufgedruckt sind, verleitet unnötig dazu, dann doch lieber das auf dem Kopf stehende Wort zu lesen.

* Coloretto

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.07.18 von sutrebuh - Coloretto ist klarer, schneller, direkter als Zooloretto. Im Brettspiel ist viel Beiwerk, vom nervigen Aufbau bis zu den glückslastigen Imbissbuden. Im Kartenspiel steht die unmittelbare Interaktion im Vordergrund. Der hohe Frustfaktor schreckt aber leider die Kinder auch bei Coloretto ab.

* Colt Express

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.08.19 von sutrebuh - Unterhaltsam! Statt der vielen Felder auf einem Spielplan von RoboRally gibt es hier nur oben und unten. Entsprechend verringern sich die Möglichkeiten und erhöht sich das Gedränge. Der Spielverlauf schwankt folgerichtig zwischen vorhersehbar und chaotisch. Das kann sehr lustig sein, dann aber auch ein eher erwartbares Abarbeiten der Karten. Besonders fehl am Platz wirkt es bei einem solchen auf Action ausgerichteten Spiel, wenn man keinen sinnvollen Zug machen kann, was durchaus vorkommt. Mit Kindern erstmal lustig, lässt aber nach.

* Cuba

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.01.24 von sutrebuh - Festgefahren! Mit dem Kauf eines Gebäudes legt man sich strategisch sogleich fest. Die wenigen Bauplätze und die wenigen Runden fordern eine konsequente Nutzung, sodass man fortan häufig die gleichen Züge wiederholt. Zugleich aber muss man die eigene Strategie gegen unerwünschte Gesetze verteidigen und bei der Auslieferung an die Schiffe mitmischen, sodass ständig auch taktische Züge erforderlich werden. Das Spiel versprüht dadurch eine gewisse Ambivalenz. Einerseits ist es durch Markt und Gesetze recht interaktiv, andererseits sind die tatsächlichen Optionen festgefahren durch die strategische Festlegung. Dieses ständige Lavieren zwischen strategischen und taktischen Zügen sowie die folgenschwere Platzierung der Gebäude laden denn auch zum Grübeln geradezu ein. Die Aufmachung ist großartig und das Thema durch die Mechanismen schön eingefangen, aber das Spiel fühlt sich in seiner Grundversion irgendwie an, als wollte es zu viel.

* Da ist der Wurm drin

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.08.18 von sutrebuh - Pfiffige Aufmachung und witzige Spielidee. Für die Kleinen immer wieder spannend, so lange vorne reinzuschieben, bis hinten etwas rauskommt. Das Spiel selbst beruht auf reinem Würfelglück. Wenn die Kinder mit der Abschätz-Variante umgehen können, sind sie auch schon zu groß für das Spiel.

* Das Labyrinth der Meister

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.12.18 von sutrebuh - Eine wunderschöne Ausgabe des verrückten Labyrinths mit allen Zutaten, die man für die Zauberküche braucht: Kröten, Bilsenkraut, Hirnmoos und und und. Anders als beim Original hat nicht jeder seine eigenen Geheimnisse also Ziele abzuklappern, sondern alle jagen der gleichen Zauberzutat nach und sobald jemand diese sich geholt hat, geht es um die nächste. Zusätzlich zieht jeder vor Spielbeginn eine Karte, auf der drei Zutaten genannt sind, für die man jeweils zwanzig Extrapunkte bekommt. Außerdem stehen jedem Spieler drei Doppelzüge zur Verfügung. Das Spiel wird damit schwieriger und kompetitiver. Dadurch verliert es für Kinder an Zugänglichkeit, ohne dass es dadurch aber tatsächlich zu einem interessanten Erwachsenenspiel würde, denn dafür gibt es dann doch nicht genug her.