Rezension/Kritik - Online seit 11.01.2007. Dieser Artikel wurde 17288 mal aufgerufen.

Der Dieb von Bagdad

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Autor: Thorsten Gimmler
Illustration: Michael Menzel
Verlag: Queen Games
Rezension: Udo Kalker
Spieler: 2 - 4
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2006
Bewertung: 3,6 3,6 H@LL9000
4,1 4,1 Leser
Ranking: Platz 5582
Der Dieb von Bagdad
Auszeichnungen:2007, Spiel des Jahres Nominierung

Spielziel

Wertvolle Schtze befinden sich in Bagdads Palsten. Durch Zusammenstellen von Diebesbanden und geschicktem Taktieren versuchen die Spieler, diese Schtze zu rauben, indem sie sich an den Palastwachen vorbei schleichen. Nur, wem dies als Schnellstem gelingt, kann sich zu Recht als "Dieb von Bagdad" bezeichnen.

Ablauf

Der Spielplan zeigt 6 Palste unterschiedlicher Farbe in Bagdad. In jedem Palast befinden sich Schatztruhen, die von den Dieben der Spieler gestohlen werden mssen. Wchter vor den Palsten versuchen dies zu verhindern. Durch den Einsatz von Palastkarten knnen eigene Diebe in die Palste eingeschleust werden oder Wchter versetzt werden, um mglichst schnell eine vorher festgelegte Anzahl von Schatztruhen zu bekommen.

Am Spielanfang erhlt jeder Spieler die Diebe und Wchter seiner Farbe sowie verdeckt Palastkarten. Die Anzahl der eigenen Wchter und Palastkarten hngt dabei von der Spielerzahl ab. Zustzlich wird vor jeden Palast ein neutraler schwarzer Wchter gesetzt - als Spielvariante kann jeder Spieler auch reihum zwei schwarze Wchter beliebig selbst einsetzen. Schtze werden in Form von Schatztruhenplttchen in den Palsten aufbewahrt, wobei fr den Abtransport 4, 5, 6 und 7 Diebe notwendig sind. Aufsteigend nach Diebesanzahl sortiert befindet sich ein Plttchenstapel mit jeweils 4 Schtzen in jedem Palast.

Reihum besteht ein Spielzug aus dem Ausspielen beliebig vieler Palastkarten fr das Einsetzen oder Bewegen von Dieben bzw. das Bewegen von eigenen oder neutralen Wchtern. Insgesamt darf jeder Spieler dabei maximal 3 Aktionen ausfhren, an denen ein Dieb beteiligt ist. Sobald mindestens ein fremder (Mitspieler oder neutral) und ein eigener Wchter vor einem Palast stehen, lassen sich neue Diebe ins Spiel bringen. Dazu spielt man fr jeden neuen Dieb genau so viele farblich passende Palastkarten, wie fremde Wchter dort vor dem Eingang bereits anwesend sind. Eigene Wchter lassen sich ebenfalls durch das Ausspielen einer Palastkarte von einem Palast in einen beliebigen anderen Palast versetzen. Dabei kann ein eigener bereits im Palast befindlicher Dieb kostenlos in den neuen Palast mitgenommen werden. Das Versetzen von neutralen Wchtern ist doppelt so teuer und kostet Start- und Zielpalastkarte.

Nach jedem Zug zieht man 3 Karten vom verdeckten Stapel nach. Wer komplett auf Aktionen verzichtet, bekommt zustzlich eine Tnzerinnenkarte als Joker und kann diese dann spter als Palastkarte beliebiger Farbe einsetzen.

Sobald ein Spieler so viele Diebe in einem Palast hat, wie das oberste Plttchen des Schatztruhenstapels zeigt, kann der betreffende Schatz gestohlen werden. Der Spieler bekommt das Plttchen und nimmt die entsprechende Anzahl von Dieben zurck in seinen Vorrat. Fr das Stehlen des nchsten Schatzes im gleichen Palast ist jetzt 1 Dieb mehr notwendig. Wer es bei 2 bis 4 Spielern als Erster schafft, 6 bis 4 Schatztruhen zu ergattern, gewinnt sofort.

Fazit

Der Spielplan zeigt die 6 schn gestalteten Palste, vor denen jeweils 4 Wchter Platz finden. Diebe und Wchter sind aus stabilem Holzmaterial. Auf den ebenfalls stabilen Papp-Schatztruhenplttchen lt sich die Anzahl der Diebe gut erkennen. Die spielkartengroen Tempel- und Tnzerinnenkarten lassen sich gut handhaben. Insgesamt besteht "Der Dieb von Bagdad" aus solidem und ansprechend aufgemachtem Spielmaterial. Wenn da nur nicht die zu groe Spielschachtel wre. Beim ffnen fllt sofort das Verhltnis des Kartonvolumens zum Spielmaterial auf. Der Karton verwundert den Kufer mit einer Aussparung im oberen Teil, den man fr die Unterbringung des zusammengefalteten Spielplans vermuten wrde. Dieser und auch die Spielanleitung sind aber grer, so dass sie oben aufliegen, sogar etwas ber die Innenschachtelhhe hinausragen und den darunter befindlichen Hohlraum zustzlich vergrern. Das msste nicht sein! Ein kleinerer Karton htte hier vllig seinen Zweck erfllt und weniger Platz im Spieleregal verbraucht. Dies fhrt zu einer leichten Abwertung in der Bewertung der Aufmachung.

Aus 4 Seiten besteht die Spielregel, was auch vllig ausreichend ist. Das Spiel ist gut zu verstehen, erklrt alle Regeln und hebt wichtige Details (wie z. B. Anzahl der zu raubenden Schtze abhngig von der Spielerzahl) in Fettdruck hervor. Sicherlich wre hier eine kurze zustzliche bersicht hilfreich gewesen, aufgrund des bersichtlichen Regelwerks ist dies jedoch nicht zwingend notwendig.

Mit einer oft recht vollen Kartenhand versucht man seine Diebe in die Palste zu bringen. Vorteilhaft ist die Situation fr denjenigen, der eigene Wchter zusammen mit nur einem einzigen fremden Wchter vor einem Palast stehen hat. Mit den passenden Palastkarten lassen sich so nmlich gnstig, d. h. fr jeweils eine Karte, neue Diebe in den Palast bringen. Gerade am Anfang des Spiels kann man so relativ schnell einen Schatz mit vier Dieben mitnehmen. Hier liegt es dann an den Mitspielern, die flotte und billige Diebestour zu vermiesen, indem sie eigene oder neutrale Wchter zur Verteuerung des gegnerischen Spielzugs dazu stellen. Kartenglck spielt dabei natrlich eine Rolle, das sich aber im Spielverlauf nivelliert bzw. durch Aussetzen und Einheimsen von Tnzerinnenkarten entschrft werden kann.

Der Spielverlauf hnelt daher nach einigen Runde einem spannenden "Tauziehen" zwischen eigenem Vorteil versus Nachteil der anderen. In jedem Zug muss neu berlegt werden, ob z. B. das teure Versetzen von neutralen Wchtern zur nchsten Schatztruhe fhrt und es genau dieser Zug dem Mitspieler ebenfalls leichter macht, oder ob man etwa nur versetzt, um einen Platz zu blockieren oder das Einsetzen in einen Tempel zu verteuern. Bei schlechter Kartenhand ergeben sich zuweilen auch Zugvarianten, bei denen ein Spieler zur Verstrkung seiner Diebesmannschaft erst einen eigenen Wchter versetzt, dann in einem anderen billigen Tempel Diebe einsetzt und diese wieder in den ursprnglichen Tempel zurckholt.

Insgesamt berzeugt "Der Dieb von Bagdad" als Mischung aus leichter Taktik gepaart mit einem gewissen Glcksfaktor und spielt sich "rund". Bei einer Spieldauer von angegebenen 45 Minuten, die wir auch durchaus erzielten, wurde es als angenehmes und lockeres Spiel empfunden.

Rezension Udo Kalker

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Der Dieb von Bagdad: 3,6 3,6, 15 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.11.06 von Udo Kalker - Kurzer Spielhappen fr Zwischendurch, zum Aufwrmen oder Absacken, der durchwegs gut angekommen ist. Eine 4 mit Tendenz nach oben. Gerade noch eine 5 bei der Aufmachung trotz groem Karton.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.10.06 von Katrin Husmann
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.11.06 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.11.06 von Michael Andersch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.11.06 von Ulrich Fonrobert - berraschend gut, leider in der Vielzahl der neuen Spiele etwas untergegangen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.12.06 von Bernd Eisenstein - Schnes schnelles "Zwischendurchspiel". Mit etwas gutem Willen htte es wohl auch in die kleine Queen-Schachtel gepasst.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.01.07 von Nicole Biedinger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.01.07 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.01.07 von Frank Gartner - Leicht zu erlernen und schnell gespielt. Ich kann mich Udo voll und ganz anschlieen. Es bekommt eine 4 mit Tendenz zur 5.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.01.07 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.01.07 von Jost Schwider - M.E. ein relativ beliebiges Hin- und Hergeschiebe; Das Thema wirkt sehr aufgesetzt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.01.07 von Michael Schlepphorst
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.07.07 von Jrn Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.09.07 von Frank Schwarz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.11.07 von Clemens Schollenberger

Leserbewertungen

Leserwertung Der Dieb von Bagdad: 4,1 4.1, 14 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.01.07 von Markus Beer
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.01.07 von Martin (Maddin) Ballhorn
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.01.07 von OMI - Sehr flottes und einfaches Spiel, das Lust auf eine Wiederholung macht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.02.07 von Jonas Hoffmann - Ein schnes Spiel fr zwischendurch, schnell erklrt aber trotzdem nicht mit einem Gehalt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.06.07 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.09.07 von Iglika Hristova
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.10.07 von Martina Kessler - Die Regeln sind schnell erklrt, spielt sich dann auch gut. In der Schlussphase sptestens erinnert das Spiel wirklich stark an Tauziehen. Hier entscheidet sich vor allem durch Kartenglck, wer die Nase vorn hat.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.11.07 von Guido - Man sollte das Spiel fters spielen, um die doch vorhandenen taktischen Feinheiten kennenzulernen. Nichtsdestotrotz bleibt es aber ein Kartenspiel, das heisst, ohne Kartenglck kein Sieg. Aber das macht nichts. Es ist gut ausgestattet und ansprechend gestaltet und gerade zum Schluss recht spannend. Das Spiel kam bei "Gelegenheitsspielern" sehr gut an.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.12.07 von Stephan Wendt - Ich war aufgrund der Meinungen vor dem Kauf etwas skeptisch, diese Skepsis schwand jedoch whrend der ersten Partie. Ein gutes Spiel!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.01.08 von Robin Skyline - Ich spiele mit meiner Frau zu Zweit, und wir haben viel Spa dabei. Der Glcksfaktor durch das Nachziehen der Karten ist nicht unerheblich, hlt sich dennoch im Rahmen. Netter Happen fr Zwischendurch oder als Absacker nach einer langen Partie IMPERIAL.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.05.08 von Andreas D. Becker - Ein schner Aperitif. Oder auch Absacker. Schnell gelernt, schnell gespielt. Und schnell noch mal gespielt. Sehr gefllig.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.03.09 von Martin Schipper
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.03.21 von Robin S. - Auch dieses Spiel gehrt seit seinem Erscheinen zu unserem Repertoire (wie immer nur zu Zweit...meine Frau und ich). Ich erinnere mich, dass ich das Spiel fr 15 mal als Angebot bei KAUFHOF gekauft habe, da wir seinerzeit die QUEEN-Games-Spiele mochten (tun wir hin und wieder immer noch). Und Der Dieb von Bagdad hat zwar nicht viel Spieltiefe, macht als nettes Spiel fr Zwischendurch aber immer wieder Spa und wird oft mit in den Urlaub genommen. Ehrlich gesagt wollen wir das Spiel nicht mehr hergeben, da wir es mindestens einmal im Jahr spielen...und das seit Jahren.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.03.21 von Dietrich - Schnell gekauft, gespielt und dann schnell verschenkt. Denn das Thema ist nicht annhernd getroffen. Und ich konnte bis eben mich nicht mehr daran erinnern, dass ich es einmal besessen hatte - das sagt alles.

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