Rezension/Kritik - Online seit 16.04.2006. Dieser Artikel wurde 14371 mal aufgerufen.

Timbuktu

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Autor: Dirk Henn
Illustration: Jo Hartwig
Verlag: Queen Games
Rezension: Carsten Pinnow
Spieler: 3 - 5
Dauer: 45 - 60 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 4,7 4,7 H@LL9000
4,4 4,4 Leser
Ranking: Platz 967
Timbuktu
Auszeichnungen:2006, Spiel des Jahres Empfehlungsliste

Spielziel

Die Spieler versuchen, die wertvollen Waren ihrer Karawanen mglichst vollzhlig nach Timbuktu durchzubringen - doch in jeder Oase lauern Diebe, die ein Auge darauf geworfen haben. Wer die Hinweise der Diebeskarten gut nutzt und den Dieben am geschicktesten ausweicht, kann am Ende insgesamt die wertvollsten Waren nach Timbuktu bringen und so das Spiel gewinnen.

Ablauf

Jedem Spieler stehen 5 bis 8 Kamele zur Verfgung (je nach Spieleranzahl), die mit jeweils 4 Waren beladen werden. Als Warensorten stehen zur Verfgung: Gold, Kaffee, Pfeffer, Salz und Wasser. Der Weg nach Timbuktu erstreckt sich ber mehrere Etappen, jede einzelne unterteilt sich in folgende Phasen:

1. Verteilung der Diebeskarten:

Jeder Spieler erhlt drei verschiedene Diebeskarten. Eine zeigt zwei Waren, die zweite definiert die Kamelreihe und die dritte bestimmt zwei der fnf mglichen Positionen. Zusammen ergeben diese Karten die Informationen ber einen berfall auf der nchsten Etappe. Pro Etappe gibt es 5 solcher berflle, bei denen jedes Merkmal (Position, Warentyp, Reihe) genau zweimal vorkommt.

2. Bewegung der Kamele:

Die Kamele stehen stets ber 5 Reihen verteilt. Reihum wird solange jeweils ein Kamel vorwrts zur nchsten Etappe bewegt, bis alle Kamele an der nchsten Etappe angekommen sind. Dabei ist es egal, an welcher Stelle die bewegten Kamele in ihrer Reihe an der alten Etappe standen entscheidend ist die Reihenfolge, in der sie an der neuen eintreffen. Jede Startreihe ermglicht immer nur den kostenlosen Marsch zu zwei verschiedenen Zielreihen; wird eine andere gewhlt, so muss das Kamel eine Ware abgeben. In ihrer Zielreihe werden die Kamele in der Reihenfolge ihres Eintreffens platziert.

Betritt ein Kamel dabei ein Tauschfeld, werden die Diebeskarten an den linken Nachbarspieler weitergereicht.

3. Diebsthle:

Die berflle auf den Diebeskarten werden durchgefhrt. Jedes Kamel, das sich auf einem betroffenen Feld befindet, muss seine entsprechenden Waren abgeben.

Nach der letzten Etappe werden die verbleibenden Waren zusammengezhlt. Jede Warensorte ist genau so viel Punkte wert, wie von ihrer Sorte aus dem Spiel genommen worden sind. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt, bei Gleichstand derjenige mit den meisten Waren.

Fazit

Timbuktu ist ein Deduktionsspiel mit mehr Tiefe, als es beim ersten Spieleindruck vielleicht den Anschein hat. Bei jedem Zug gilt es zu bedenken, auf welchen Zielfeldern welche Waren geraubt werden, und diese Felder zu vermeiden ist nicht immer einfach. Oft gengt es z.B. zu wissen, dass in Reihe X auf Feld Y garantiert kein berfall stattfindet, weil beide Feld Y oder Reihe X Karten schon bekannt sind. Manchmal hilft auch Nichtwissen, denn am Verhalten der Mitspieler (Vermeidung spezieller Felder) lsst sich ebenfalls der eine oder andere berfall erahnen.

Ein wichtiges taktisches Element sind die Tauschfelder. Je frher die Karten gewechselt werden, desto schneller stehen die Informationen ber die berflle zu Verfgung. Da man aber niemals alle Kartenstze bekommt, gibt es immer "Halbinformationen, die nur in Kombination mit dem Verhalten der Mitspieler und/oder den verbleibenden Waren auf den eigenen Kamelen sinnvoll zu verwerten sind. Nebenbei sollte man auch noch darauf achten, nicht zu viele Kamele in die selben Zielreihen zu ziehen, da man seine eigenen Zugmglichkeiten fr die Folgeetappe u.U. zu stark einschrnkt.

Wem dieser Deduktionsmechanismus als Spielablauf gengt, wird mit Timbuktu hervorragend bedient. Die liebevolle Gestaltung der Kamele (Holz!) und die stimmungsvolle Brettgestaltung tun ihr briges.

Lediglich die Empfehlung der Anleitung, die Spieler mit Stift und Papier zu versorgen, ist berflssig. Timbuktu spielt sich auch ohne Notizzettel hervorragend, da es nicht viele Informationen zu den berfllen sind, die man sich merken muss.

Rezension Carsten Pinnow

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Timbuktu: 4,7 4,7, 15 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.10.05 von Carsten Pinnow
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.10.05 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.10.05 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.11.05 von Tommy Braun - Die Aufmachung hat sich zum Original schon um 200% verbessert. Die Regeln sind die gleichen. Oder doch nicht? Ich hab sie nicht gelesen, aber frher haben wir ohne Aufschreiben gespielt. Mit Aufschreiben ist es doch ein ganz anderes Spiel(-gefhl). Gute 4
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.11.05 von Michael Andersch - Eigentlich ist jede Runde ein eigenes Spiel, vllig ohne Bezug zur Vorrunde. Dadurch entsteht leider kein Spannungsbogen ber das ganze Spiel.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.12.05 von Bernd Eisenstein - Sehr originelle Mischung aus Taktik und Deduktion. Spieldauer kann durch den variablen Plan wunderbar angeglichen werden.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.01.06 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.01.06 von Katrin Husmann
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.02.06 von Ulrich Fonrobert - Die bessere der beiden groen Queen-Neuheiten 2005. Aber auch dieses Spiel gab es von Dirk Henn schon einmal auf dem Markt. So richtig neu ist es also genauso wenig wie Alhambra, Grten, Atlantic Star etc.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.02.06 von Udo Kalker - Da man nur einen Teil der geruberten Felder zu sehen bekommt, ist es unter'm Strich eher dem Zufall berlassen, ob die eigenen Kamele geplndert werden oder nicht. Als Einsteiger in einen lngeren Spielabend aber durchaus brauchbar.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.04.06 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.04.06 von Kathrin Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.04.06 von Michael Schlepphorst - Durch Beobachtung der Mitspieler kann viel herausgefunden werden. Kann jedoch sehr lange dauern wenn Grbler mit am Tisch sitzen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.03.07 von Rene Puttin - Ein tolles Kombinationsspiel, bei dem man mal nicht den Mrder finden muss.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.03.10 von Horst Sawroch

Leserbewertungen

Leserwertung Timbuktu: 4,4 4.4, 14 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.04.06 von Marco Stutzke
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.04.06 von Veronika Kay
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.04.06 von Markus Beer
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.05.06 von hendrik Cornilly
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.05.07 von Gabriele Petry
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.03.08 von Katharina Ewers - Ein sehr schnes Deduktionsspiel, das die richtige Mischung zwischen Nachdenken und Glck findet.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.04.08 von Beate Bindrim - Mir fehlt einfach der Spannungsbogen - zudem fand ich die immer wiederkehrenden Ablufe langweilig. Schade, ich htte es gerne gut gefunden...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.06.08 von Thomas Hammer - Schn gestaltetes Spiel, tolles Material mit interessantem Ablauf. Gute, familientaugliche Mischung aus Taktik, Glck und nicht unerheblichem Schadenfreudenanteil ;) ... Empfehlung!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.08.08 von Stephan Wendt - Ich habe das Spiel nur einmal gespielt und es hat mir nicht gut gefallen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.03.09 von Christopher Isik - Klasse
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.10.09 von Michael Smeir - Die Note 3 fr die Aufmachung beinhaltet die schlecht klebenden Sttel der Kamele. Ansonsten wre es auch eine 5 gewesen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.12.10 von Pet Erpan - Die Idee ist nicht schlecht, nur die Umsetzung ist nicht ganz stimmig. Der Autor verkauft es als ein reines Denkspiel, spielt man es aber ein paar mal, stellt man fest, die Einflussmglichkeiten sind doch eher gering und das Glck entscheidet. Wenn man es aber nicht als Denkspiel annimmt, dann kann es auch spa machen. Denn dann dauert es auch nicht so lange.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.12.10 von Steffen Hilger - Theoretisch ein Hirnverzwirner, praktisch kann man aber gar nicht alles im Blick behalten. Deshalb sollte man das Spiel mit einer gewissen Lockerheit angehen. Grbler in der Runde sind tdlich! Mir gefllt das Spiel zu dritt am besten. Zu viert lassen die Einflumglichkeiten doch schon deutlich nach.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.12.12 von Romain Halsdorf - TIMBUKTU ist ein tolles Spiel mit schnem Material. Allerdings htte man die Kamele vielleicht gleich farbig produzieren knnen, und die Aufkleber lsen sich hin und wieder. Vom Spiel her bietet TIMBUKTU viel rgerfaktor und Haareraufen. Wir haben es zu fnft gespielt, und es hat Spass gemacht.

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