Rezension/Kritik - Online seit 20.08.2019. Dieser Artikel wurde 9495 mal aufgerufen.

Brass: Birmingham

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Autor: Martin Wallace
Gavan Brown
Matt Tolman
Illustration: Damien Mammoliti
David Forest
Lina Cossette
Verlag: Roxley
Rezension: Carsten Burak
Spieler: 2 - 4
Dauer: 60 - 120 Minuten
Alter: ab 14 Jahren
Jahr: 2018
Bewertung: 6,0 6,0 H@LL9000
5,6 5,6 Leser
Ranking: Platz 40
Brass: Birmingham
Auszeichnungen:2018, Golden Geek Besest Strategiespiel Nominierung2018, Golden Geek Beste Grafik & Präsentation Nominierung2018, Golden Geek Bestes Strategiespiel Gewinner2018, Golden Geek Spiel des Jahres Nominierung

Spielziel

Nachdem Martin Wallaces Expertenspiel Brass, erschienen bei Warfrog in 2007, in einer deutschen Version unter dem Titel Kohle: Mit Volldampf zum Reichtum im Jahr 2008 dank Pegasus Spiele Spielerköpfe auch im deutschsprachigen Raum zum Rauchen brachte, verpasste Roxley Games Brass sowohl einen neuen Look unter dem Titel Brass Lancashire, als auch einen Nachfolger: Brass Birmingham, entwickelt von Martin Wallace, Matt Tolman und Gavan Brown. Beide Spiele erblickten dank Kickstarter in deutlich ansprechenderer Optik und hochwertigem Material im Jahr 2018 das Licht der Welt.

Das Spiel fordert zwei bis vier Spieler ab 14 Jahren heraus, zur Zeit der lndustriellen Revolution zwischen 1770 und 1870 in England durch geschicktes Timing und Planung ihr industrielles Netzwerk über die Region Birmingham hinweg auszubauen. Ziel ist es, durch das Bauen und Erschöpfen von Rohstoffindustrien, durch den Verkauf von Erzeugnissen verarbeitender Industrie und den Netzwerkausbau über Kanal- und Eisenbahnverbindungen möglichst viele Siegpunkte zu generieren.

Die Spielzeit kann - je nach Spielerzahl - zwischen 60 und 180 Minuten variieren.

Offiziell ist das Spiel nicht in deutscher Sprache erschienen, jedoch ist das Spielmaterial komplett sprachneutral und die Anleitung zu Brass Birmingham steht im Originallayout mittlerweile per Download in deutscher Sprache auf boardgamegeek zur Verfügung.

In der zweiten Jahreshälfte 2019 erscheint ein Nachdruck des mittlerweile vergriffenen Spiels.

Ablauf

Begeben wir uns nun auf eine Reise ins dunkle Zeitalter der Industrialisierung, der großen technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und ... der Kinderarbeit. Eine Zeit, in der sich Namen wie James Watt, Isambard Kingdom Brunel, Sir Richard Arkwright oder George Stephenson durch ihre Errungenschaften in der Geschichte verewigten.

In diesem Zeitalter stellen Kohle und Eisen zentrale Ressourcen dar, deren Wert durch Angebot und Nachfrage steigt oder fällt. Beiderlei - Verfügbarkeit und Preis - eröffnen verlockende Möglichkeiten zur Expansion oder verdammen Pläne zum Scheitern. Brass Birmingham steht für den Urgeist des gnadenlosen Kapitalismus.

Es entwickelt sich im Spielverlauf ein hochkompetitives Ringen um Gelegenheiten, Ressourcen und Industriebauplätze, Bier und Netzwerkverbindungen. Das Spiel gliedert sich in Kanal- und Eisenbahnära. Beide enden, sobald Nachziehstapel aufgebraucht und Handkarten komplett ausgespielt wurden. Es folgt jeweils eine Wertungsphase.

Abhängig von der Spielerzahl werden am Rand der Landkarte Händler mit Bierfässern und Warenplättchen bestückt, die darüber Auskunft geben, welche Art von Waren dort jeweils akzeptiert werden. Das ist im Spielaufbau variabel, allerdings können einige Händler bei niedrigerer Spielerzahl gar nicht beliefert werden. Das ermöglicht eine entsprechende Skalierung.

Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Industriellen und agieren mit zwei Aktionen pro Spielzug.

Spielzüge beinhalten stets das Ausspielen von Stadt- oder Industriekarten, um entweder das Bauen einer Industrie oder die Aktionen Verkaufen, Kreditaufnahme, Entwicklung, Scouten oder Netzwerkausbau auszuführen. Die Handkarten werden zu Beginn jeder Ära vom Kartenvorrat gezogen, sind also nicht für jeden Spieler identisch!

Um eine Bau- oder Netzwerkaktion auszuführen, nimmt der Spieler ein Industrieplättchen von seinem Tableau und platziert es in der gewünschten Stadt, die diese Industrie erlaubt oder nimmt ein Verbindungsplättchen aus seinem Vorrat und platziert es auf einer auf der Landkarte abgebildeten Kanal- oder Eisenbahnstrecke.

Beim Bau eines neuen Industriestandorts wird entweder eine Stadtkarte ausgespielt, die dem für den Bau auserkorenen Ort entspricht, hierbei jedoch noch nicht an das eigene Kanal- oder Schienennetzwerk angeschlossen sein muss. Dies hingegen ist Voraussetzung, wenn man anstatt einer Stadtkarte eine Industriekarte ausspielt, die den Zweig abbildet, dem die - in einer beliebigen, dem Netzwerk angehörenden Stadt - zu bauende Zunft angehört.

Industrien stehen den Akteuren auf deren Tableaus in mehreren Stufen zur Verfügung. Gebaut werden zunächst stets die der niedrigsten Stufen. Die Unterste jeder Industrie darf ausschließlich in der Kanalära errichtet werden. Die Ausnahme bildet die Töpfereiindustrie. Ihre unterste Stufe ist vergleichsweise teuer.

Die Alternativaktion zum Freischalten weiterer Standorte eines Industriezweigs ist das Entwickeln. Anstatt einen niedrigstufigen Standort zu bauen, lassen sich gegen Zahlung von bis zu zwei Eiseneinheiten ein oder zwei Plättchen vom Tableau aus dem Spiel entfernen.

Während die Kanalära lediglich eine Industrie pro Stadt und Spieler zulässt, dürfen die Industriellen in der Eisenbahnära den oben beschriebenen Regeln entsprechend auch mehrere Zünfte an einem Ort ansiedeln. Dies gleicht mit zunehmendem Spielverlauf einem Rennen um die begehrten Bauplätze, da diese jeweils vorgeben, welche Industrien dort angesiedelt werden dürfen und zumeist lediglich zwei oder drei Baustandorte bieten.

Das Verkaufen von Waren findet unter Verbrauch eines Bierfasses statt, sofern denn eine Brauerei oder ein Händler noch eines anbietet. Bei erfolgreichem Handelsabschluss wird das Industrieplättchen geflippt und sorgt ab der folgenden Einkommensphase für einen feuchteren Geldregen und in den Wertungsphasen für Siegpunkte.

In beiden Spielabschnitten ist die Aktion Netzwerkausbau essenziell. Wer diesen Aspekt vernachlässigt, läuft Gefahr, der Nachwelt entweder völlig unbekannt zu bleiben oder gar als einer der Verlierer seiner Epoche in den Geschichtsbüchern Erwähnung zu finden. Die Schaffung von Kanal- und Eisenbahnverbindungen zwischen den Orten und zu den Kaufleuten ermöglicht nicht nur das Verkaufen von Waren, sondern verschafft auch über die Händler Zugang zum allgemeinen Kohlemarkt. Zwar lassen sich auch Netzwerke der anderen Spieler nutzen, um Händler- und Marktzugang zu erhalten, jedoch gleicht das Streben nach Expansion ohne gut ausgebautes, eigenes Netzwerk dem Versuch, ohne Glut und Werkzeug mit gebrochenen Fingern ein Hufeisen zu schmieden.

Einen weiteren Vorteil der eigenen Netzwerkverbindungen stellt die Nachbarschaft zu eigenen oder fremden Industrien dar. In den zwei Wertungsphasen werden alle Verbindungsplättchen angrenzend zu Städten gewertet, die erschöpfte Industriestandorte, sprich, geflippte Plättchen beherbergen.

Wer Eisenbahnen, Eisenhütten, Baumwollspinnereien oder einige der Ausbaustufen der Industrie für allgemeine Waren oder Töpfereien baut, benötigt hierbei zwingend Kohle. Besteht eine Verbindung zu einer eigenen oder fremden Kohlemine, so wird die nächstgelegene angezapft. Wird diese hierbei erschöpft, so wird das entsprechende Plättchen geflippt und beschert dem Besitzer die schon erwähnten Boni. Wer Brauereien, Kohleminen, höhere Ausbaustufen der Baumwollspinnereien oder Industrie für allgemeine Waren baut, der benötigt Eisen. Hier werden zunächst die Eisenhütten der Spieler angezapft, was auch diese Quellen erschöpfen kann. Fehlt es an produzierenden Minen oder Hütten oder fehlt eine bestehende Eisenbahnverbindung zu einer Kohlemine, muss, sofern möglich, der Bedarf am Markt gedeckt werden.

Kommen wir zum Thema Gerstensaft. Brauereien zu bauen, ist ein sehr wichtiger Aspekt in Brass Birmingham. Die zu Beginn jeder Ära mit Bierfässern bestückten Händler bringen sozusagen das Bier zum Besiegeln eines Handels mit. Einmalig. Dann ist es verbraucht. Weitere Baumwoll-, Töpferei, oder Kistenhandelsabschlüsse müssen dann mit dem Bräu spielereigener Brauereien begossen werden. Ist es das eigene Bier, so muss zwischen Warenquelle und Brauerei keine Transportverbindung bestehen. Bedient man sich frecherweise an fremder Kaltschale, so wird sie jedoch benötigt. Es lassen sich, basierend auf dieser Regel, Brauereien strategisch günstig (oder ungünstig) platzieren!

Es möchte stets genau bedacht werden, wie viel Pfund man in einer Runde investiert! Möglicherweise erfordert ein Plan ja, in der kommenden Runde möglichst früh agieren zu können. Denn wessen Investitionen niedriger waren als die der Konkurrenz, der genießt den Anzugsvorteil für die kommende Runde.

Das Umdrehen eines Industrieplättchens erhöht zumeist das Rundeneinkommen seines Besitzers. Dies schafft Raum für neue Investitionen. Doch insbesondere in der frühen Phase des Spiels ist es möglich und ratsam, eine Kreditaufnahmeaktion auszuführen, die Kapital einbringt, das nicht zurückgezahlt werden muss. Der Preis, den diese Aktion fordert, sind rückwärtige Schritte auf der Einkommensleiste. Diese Schritte werden größer, je weiter man bereits auf dieser Leiste vorangeschritten ist. Und doch, ein erfolgreicher Industrieller hat in seiner Laufbahn mehrfach und auch in späteren Phasen seines Wirkens noch auf dieses Mittel zurückgegriffen - und der Erfolg gab ihm recht!

Es können Situationen entstehen, in denen die eigenen Handkarten keinen Zugang zu bestimmten Orten auf der Landkarte mehr liefern. Dies kann Expansionspläne zunichte machen. Angesichts dieser Tatsache kann es nützlich sein, sich der Scout-Aktion zu bedienen. Es wird dazu eine Karte ausgespielt, welche, ist nicht von Bedeutung. Anschließend werden zwei weitere Karten abgeworfen, um zwei Wild Cards vom Spielplan nehmen zu dürfen - eine Industrie Wild Card sowie eine Stadt Wild Card. Erstere ermöglicht den Bau einer beliebigen Industrie an einem Ort innerhalb des eigenen Netzwerks, letztere erlaubt die Errichtung einer Industrie an einem beliebigen Ort auf der Landkarte, sofern dieser diese Industrie zulässt. Das zusätzliche Abwerfen von zwei Handkarten ist ein hoher Preis. Doch verschafft diese Aktion dem Industriellen durchaus die notwendige Freiheit, um die eigenen Expansionspläne voranzutreiben... oder die eines Konkurrenten zu vereiteln?

Kohle und Bier können in der Eisenbahnära zusätzlich an Wert gewinnen. In diesem Spielabschnitt ist es möglich, gar zwei Schienenverbindungen pro Aktion zu verlegen, zu horrenden Kosten! Und doch kann diese Doppelaktion situativ von extremem Nutzen sein. Hier gilt es stets die Verfügbarkeit beider Ressourcen im Blick zu behalten.

Wurde der Nachziehstapel, von dem stets nach dem zweiten Spielzug auf acht Handkarten nachgezogen wird, erschöpft und alle Handkarten ausgespielt, kommt es zur Wertungsphase. Nach der Zweiten steht der Sieger fest. Gewertet werden die Siegpunkte und Verbindungsboni aller geflippten Industrieplättchen.

Erwähnenswert und von strategisch erheblicher Bedeutung ist folgende Regel:

Alle Verbindungsplättchen sowie alle Level 1 Industrieplättchen werden nach ihrer Wertung am Ende der Kanalära von der Landkarte entfernt. Das bedeutet, dass sämtliche Verbindungen nun in Form von Eisenbahnschienen neu gebaut werden müssen und die Level 1 Industrien nur einmalig gewertet werden. Wohl dem, der in der Kanalära schon geflippte Level 2+ Plättchen liegen hat, da diese in beiden Wertungsphasen mit Siegpunkten belohnt werden!

Fazit

Brass Birmingham ist, um die Brettspielblogger Hunter & Cron zu zitieren, "der Tod eines Bauchspielers". Damit treffen sie den Nagel auf den Kopf. Einfach hier und da mal ein Plättchen platzieren und sehen was passiert, wird schon werden, da war halt grad Platz, klingt in diesem planungslastigen Spiel so absurd wie Schach mit Würfeln und Siegpunktleiste.

Brass Birmingham ist ein gnadenloses Spiel, das mit nur minimalem Zufallsfaktor (in Form von gezogenen Handkarten) daherkommt. Wer die Videospielreihe Dark Souls kennt oder zumindest einmal davon gehört hat, kennt die Maxime: Wenn du stirbst, war es dein Fehler! Das gilt auch für dieses Kapitalismusungetüm. Schlechte Planung und ungünstiges Timing rächen sich früher oder später. Oft sogar früher UND später. Wer eine Gelegenheit zum Platzieren einer Industrie oder eines Verbindungsplättchens nicht zum richtigen Zeitpunkt nutzt und denkt, er könne das ja gleich immer noch machen, der muss damit rechnen, dass ein Wettbewerber ihm hier den Bauplatz vor der Nase wegverbaut.

Das gilt auch für Verkaufsaktionen.

Natürlich ist es extrem effektiv, in einer Aktion gleich mehrere Verkäufe abzuwickeln, da dies wertvolle Aktionen spart, doch je länger man dies hinauszögert, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Konkurrenz das verfügbare Bier versäuft. Insbesondere gilt dies, wenn in der Eisenbahnära Bier auch noch für das doppelte Schienenverlegen konsumiert wird. Denn Bier wird nicht pro Aktion, sondern pro verkaufter Ware fällig! So möchte ein solcher Zug sorgfältig geplant und getimed werden. Es ist stets zu bedenken, dass auch die Wettbewerber Handelsabschlüsse anstreben und womöglich auf dasselbe Bierfass schielen. Es wird häufig passieren, dass eine Verkaufsaktion verschoben oder gänzlich auf sie verzichtet werden muss, da plötzlich kein Bier mehr zur Verfügung steht. Der Markt bietet generell kein Bier an! Wer jetzt noch nicht verstanden hat, warum ich eingangs die Vokabel "hochkompetitiv" verwendete, hat vielleicht schon ein, zwei Bier zu viel intus.

Stets muss bedacht werden, welche Karte man abwirft, wenn man gerade keine Bau- sondern eine andere Aktion ausführt. Ständig stellt man sich die Frage, ob man die Stadtkarte Cannock vielleicht doch noch braucht oder nicht? Spielt man jetzt diese oder doch eher Coventry? Nein, Coventry hat noch diesen schönen freien Bauplatz für eine Eisenhütte. Eisen könnte ja wieder knapp werden. Aber Cannock ist noch fern vom eigenen Netzwerk. In Cannock zu bauen könnte das Tor zum Norden Birminghams öffnen. Was ist mit Kidderminster? Nein, wenn jetzt in Cannock jemand schneller ist... der Nachziehstapel ist aufgebraucht, mit Ortskarten für den Norden ist's auf meiner Hand ganz schön essig. Jetzt oder nie! Cannock!

Konfuzius sagt: Timing ist keine Stadt in China!

In einer Viererrunde musste ich mir das vom Spiel kürzlich nochmals verdeutlichen lassen. Auf die schmerzhafte Tour! Um das Spielgefühl von Brass Birmingham einmal beispielhaft zu verdeutlichen, schildere ich, was genau gegen Ende des Spiels passierte und was dabei in mir vorging:

Im Nordosten der Karte schlummert das Nest Derby vor sich hin - in direkter Nachbarschaft zu einem Händler. Ich besaß dort schon eine Brauerei. Die Verbindungsroute zwischen Derby und Händler musste noch mit Eisenbahnschienen versehen werden. Auch war mein Plan, in Derby noch eine Baumwollspinnerei zu bauen. Das Händlerbier wartete noch darauf, gezapft zu werden. Der Plan war also folgender: Schienen zum Händler legen, Schienen zum südlich von Derby gelegenen Ort Burton-on-Trent legen und damit die Verbindung zwischen besagtem Händler, Derby, Burton-on-Trent und meiner im tiefen Süden gelegenen Baumwollspinnerei komplettieren, Baumwollspinnerei in Derby bauen und beide Spinnereien per Verkauf an den Händler erschöpfen - durch Konsum meines eigenen sowie des Händlers Gerstensaftes.

So der Plan. Ein guter Plan. Der Plan war so lange gut, bis ich anfing, den ersten Schritt vor dem zweiten zu machen.

Ich schuf die Verbindung zwischen Derby und Händler.

Dann baute Florian in Derby eine Baumwollspinnerei - auf MEINEM Bauplatz!

Dann trafen sich Florian und Händler bei einem Bier und einer Ladung Baumwolle.

Weg war das Händlerbräu.

Dann kam Profischienenverleger Tobi und schuf die Verbindung zwischen Burton-on-Trent und Derby.

Dann trafen auch er und dieser eigentlich noch betrunkene Händler sich bei einer Ladung Baumwolle. Und MEINEM Derbybräu!

Meine im Süden gelegene Baumwollspinnerei blieb auf ihren Erzeugnissen sitzen.

Derbys Baumwollindustrie erinnert sich später an den Namen Florian. Nicht an Carsten.

Irgendwo wird auch ein Ort den Namen Tobi ehren und man wird zur Feier des Tages Baumwollpullis tragen. Ich freute mich nicht für ihn. Ich hasste ihn.

Nun saß ich da. Mit vier verbliebenen Karten, die mir allesamt keine Möglichkeit mehr boten, die Baumwolle zu verticken. Aber irgendwie hab ich es dann doch noch hinbekommen. Mit dem letzten Zug, glaube ich. Wie ich das geschafft habe, weiß ich nicht mehr. Vielleicht hab ich ja geschummelt. Nein hab ich nicht. Ehrenwort! Ich glaube, ich muss weinen. Der Moment, als die beiden nacheinander Zug um Zug meinen schönen Plan ruinierten und dabei so unschuldig taten und versuchten, nicht zu lachen, war hart für mich.

Ich hätte erst die Baumwollspinnerei in Derby bauen sollen. Dann hätte ich die Schienen zwischen Derby und Händler legen müssen. Das hätte es Florian unmöglich gemacht, dort oben mangels Netzwerkzugang und passenden Karten überhaupt irgendetwas zu unternehmen. Erst in der nächsten Runde hätte ich dann Derby und Burton-on-Trent verbunden und in meiner zweiten Aktion dann die Baumwolle verkauft. Alles hätte so schön sein können. Timing ist keine Stadt in China... hab ich schon erwähnt oder? Ja hab ich.

Sehr wichtig ist der thematisch sehr gut eingebundene Aspekt der Kohle- und Eisenbeschaffung.

Warum ist das thematisch? Dafür gibt es zwei Gründe: Während zum einen Kohlebeschaffung eine Verbindung per Schiff oder Eisenbahn zur Quelle zwingend voraussetzte, da Kohle damals stets in sehr großen Mengen verbraucht wurde und der Transport dementsprechend große Kapazitäten erforderte, war Eisen in vergleichsweise geringen Mengen nötig und ihr Transport per Kutsche möglich. Daher musste für Eisentransport generell keine Kanal- oder Eisenbahnverbindung zur Quelle bestehen.

Zum anderen bestimmt das Prinzip Angebot und Nachfrage den Preis. Stehen genügend spielereigene Kohle- und Eisenquellen zur Verfügung, ist deren Verbrauch kostenlos. Sind jedoch gerade alle gebauten Minen und Hütten erschöpft, so muss der Bedarf am allgemeinen Markt gedeckt werden. Je mehr der Markt zur Verfügung stellt, desto moderater der Preis. Je knapper jedoch das dortige Angebot, desto teurer wird das Anzapfen des Marktes. Allerdings werden automatisch und zwingend alle Kohle- und Eiseneinheiten einer neu gebauten Mine (wenn Verbindung zum Markt vorhanden) oder Eisenhütte zum Markt transferiert, sofern dieser noch Bedarf hat.

Dieser Mechanismus führt häufig zu Situationen, in denen sich ein Industrieller gerade noch für Kohle teuer am Markt bedienen musste, der nachfolgende dann jedoch eine Mine baut und damit diesen dann nachbestückt, was den Marktpreis wieder senkt.

Dieser sehr spannende Aspekt des Prinzips von Angebot & Nachfrage und daraus resultierenden Preisentwicklungen für Kohle und Eisen ist stets präsent. Ich hatte schon Partien, in denen der Markt sich einfach nicht leeren wollte. Kohle und Eisen waren stets im Übermaß vorhanden und entsprechend deren Verbrauch billig wie das Pint Bier von vor drei Tagen. Das andere Extrem hatte ich allerdings auch schon mehrere Male. Halleluja! Kohle und Eisen wurden zu Luxusgütern. Und der Markt wurde schmerzhaft selten nachbestückt. Da tat jede Eisenbahnschiene, jeder kohlehungrige Industriebau richtig weh. Wer dann noch doppelt Schienen legen wollte, was anstatt einer gleich zwei Kohleeinheiten kostet, musste schon sehr gut wissen, was er tat.

Das Spiel kombiniert Einkommens- und Siegpunktzähler in einer gemeinsamen Leiste. Die eine Scheibe ist rund, die andere hat ein paar Ecken mehr. Das ist eine ebenso elegante wie praktische Lösung. Während die Einkommensmarker während der zwei Spielabschnitte fröhlich vorwärts hüpfen, sollte man sich angesichts dieser aber lieber noch keinen Voraussagen über den Spielsieger hingeben. Die Siegpunktmarker galoppieren in den Wertungsphasen davon. Sie markieren den Sieg desjenigen, der über Verbindungs- und geflippte Industrieplättchen die meisten Punkte generiert.

Wer bis hierher gelesen hat, kann sich vorstellen, dass das kein Spiel für jedermann ist. Freunde schwergewichtigerer Eurogames sind hier richtig. Das schränkt die Zielgruppe deutlich ein. Für Spieler, die gelegentlich mal ein schwereres Kennerspiel mitspielen, könnte Brass Birmingham möglicherweise zu anstrengend sein. Ich sehe hier eine erhebliche Einstiegshürde. Wer diese nimmt und die Herausforderung des Spiels akzeptiert, dem sei gesagt, dass die erste Partie eine Kennenlernpartie ist. Vielspieler finden sich hier möglicherweise schneller zurecht.

Wichtige, jedoch zunächst schwer zu verinnerlichende Regeln sind die Definition des eigenen Netzwerks sowie die Bedeutung von Stadt- und Industriekarten. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen mit mehreren unterschiedlichen Brass Neulingen, zu denen auch Vielspieler gehörten.

Brass Birmingham kommt sowohl in einer Retailversion als auch einer Kickstarter Deluxe Version. Der Nachdruck soll lt. Roxley Games im Herbst 2019 verfügbar sein. Während die Retailversion Pappmünzen mitbringt, kommt die Kickstarter Deluxe u. a. mit Iron Clays (Pokerchips) und Plastikinsert.

Das Spielmaterial ist schlichtweg fantastisch. Die Artworks auf beiden Seiten von Spielbrett und Spielertableaus sind aufwändig und detailliert gezeichnet. Die Plättchen haben eine angenehm hochwertige Stärke, die Ikonographie fällt sowohl durch ihre gute Verständlichkeit, als auch ihren schmalen Umfang aus. Im Wesentlichen beschränkt sie sich auf die Icons für Einkommen, Siegpunkte, Siegpunkte für Verbindungsplättchen, Kosten in Pfund, Kohle und Eisen sowie Aktionssymbolik für Entwicklung, Bierkonsum und Handel.

Das Spielbrett bietet sowohl eine optisch sehr ansprechende, thematische Tagseite der Landkarte als auch eine entsprechende Nachtseite, auf der die Fenster der Gebäude hell erleuchtet sind. Dies setzt sich auf den Spielertableaus fort, auf denen die Industrieplättchen zu Spielbeginn platziert werden. Die Spielerplättchen zeigen auf jeder Seite ein Portrait einer der großen Persönlichkeiten der englischen Industrialisierungsepoche, deren Leben in der Spielanleitung jeweils kurz geschildert werden. Auf diesen werden alle Ausgaben in Form von Pappmünzen oder Iron Clays in einer Runde platziert, um die Zugreihenfolge für die nächste Runde zu bestimmen.

Auch die wunderschön gestaltete und so umfassend wie verständlich geschriebene Spielanleitung mag optisch sehr zu gefallen. Die Iron Clays - die Pokerchips, die Brass Birmingham in 1er, 5er, 10er und 20er Versionen in der Kickstarte Deluxe enthält, verfügen über eine tolle, hochwertige Haptik. Gerade die Pokerchip Form ist in diesem Spiel von großer Bedeutung. In der linken, unteren Ecke des Spiels sind Bierfässer abgebildet. Auf diesen werden für jeden Spieler dessen Ausgaben der laufenden Runde platziert. Dank der Pokerchips gestaltet sich sowohl das Stapeln als auch das Ablesen der Ausgaben denkbar einfach! Wer die Retailversion bestellt, sollte die Iron Clays separat ordern!

Was mich etwas unbefriedigt zurück lässt, sind die Bierfässer. Sie haben eine schöne, passende Größe und Form, kommen jedoch in schlichtem, cremefarbenem Ton daher. Warum? Das Spiel ist in all seinen Komponenten sehr atmosphärisch und thematisch designed. Die Bierfässer fallen hier völlig aus dem Rahmen. Ich habe meine mit Tabletop Miniaturfarben aus meinen Restbeständen bemalt und ihnen einen used-look verliehen. Sie sehen toll aus und fügen sich wunderbar in den Look des Spielgeschehens ein. Ich empfehle jedem, es ebenfalls zu tun. Ich bin beim Bemalen von Miniaturen eher Grobmotoriker als filigraner Künstler. Und doch sind die Fässer dankbare Opfer, bei denen sich nicht viel falsch machen lässt!

Brass Birmingham funktioniert sehr gut in allen Besetzungen. Im Spiel zu zweit und zu dritt können einige Händler nicht beliefert werden. Das hat zur Folge, dass das Spielgeschehen sehr gut nach unten skaliert, da die für die Expansion interessante Fläche der Landkarte schrumpft.

Ich habe sehr viel Geld für eine der seinerzeit nur noch raren Kickstarter Deluxe Exemplare bezahlt, und doch hat sich jeder Euro für mich gelohnt. Das Spiel ist eine Perle, die in meinen unterschiedlichen Spielrunden immer wieder besonders gern gesehen ist. Es verzeiht keine Fehler, es ist planungsintensiv, anspruchsvoll, erfordert Timing und Geduld. Auch Spieler, die generell mit wenig Bedenkzeit auskommen, können hier schon das eine oder andere Mal innehalten, bevor sie agieren.

Und doch belohnt Brass Birmingham kontinuierlich, sei es durch die Auszahlung des erspielten Einkommens zu Beginn jeder Runde, sei es durch das Flippen eines Plättchens - durch eine eigene Aktion oder gar die eines anderen Spielers, wenn diese ein eigenes Industrieplättchen flippt oder das Beliefern des Marktes mit dem Gut einer frischen Eisenhütte oder Kohlemine gegen Cash bar auf die Kralle.

So unverzeihlich, so kompetitiv es ist, Brass Birmingham ist Opium für jeden Vielspieler und Eurogame Liebhaber!

Rezension Carsten Burak

Weitere Infos

Es gibt auf BoardGameGeek zwei sehr interessante Files zum Download:

  • Einen inoffiziellen Solomodus gegen George Stephenson. Dieser KI-Gegner agiert über Würfel, die darüber entscheiden, welche Aktion er ausführt und welches Plättchen er wo baut oder entwickelt. Ich hatte einige sehr spannende Solo-Partien mit George.
  • Eine deutsche Übersetzung der Spielanleitung im Originallayout.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Brass: Birmingham: 6,0 6,0, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.08.19 von Carsten Burak
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.08.19 von Andreas Odendahl - Brass ist immer noch das Spiel bei dem man sich ständig gegenseitig sagt: "Das darfst du nicht!" Allerdings ist es im Vergleich zur früheren Version deutlich besser und einfacher geworden. Birmingham ersetzt die Häfen durch eine neue Resource, die ebenfalls verbraucht wird und ist durch eine weitere Industrie-Sorte etwas komplexer als Lancashire (das alte Brass). Darüber hinaus gibt es jetzt auch sehr gute 2-Spieler-Regelanpassungen. Insgesamt wurde das Spiel eher noch besser im Vergleich zu früher, daher ist für diesen sehr gut gealterten Klassiker nicht weniger als die Höchstnote möglich. In der Regel steht alles drin, was man wissen muss, allerdings empfinde ich sie als schlecht strukturiert...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.08.19 von Roland Winner - Leider ist alles recht düster gehalten, was die Spielbarkeit beeinträchtigt.

Leserbewertungen

Leserwertung Brass: Birmingham: 5,6 5.6, 14 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.09.18 von Axel F. - Tolles Wirtschaftsspiel mit sehr viel Interaktion. Alles ist miteinander verknüpft und reagiert zusammen. Stupides "vor sich hin spielen" und "ignorieren der anderen" ist hier (fast) nicht möglich. Die Aufmachung und Ausstattung ist toll (wobei es hätten etwas mehr Eisenwürfel sein können). Die Notwendigkeit von "Bier" für das Entwickeln bringt etwas mehr Würze rein und erlaubt auch taktische Manöver. Kam in verschiedenen Runden sehr gut an und wird wohl auch zukünftig noch oft auf unserem Tisch landen. KS-Version übrigens.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.09.18 von Dietrich - Siehe Einschätzung von AxelF.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.11.18 von Mike
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.11.18 von Andreas - Einfach genial. Noch ein Stück besser als das bereits tolle ursprüngliche Brass
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.11.18 von Kathrin
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.11.18 von Petra Tischer - Instant-Top-Ten-Kandidat. Einfach gut. Leichte, klare Regeln, kein Nachschlagen nötig. Die Schwierigkeit kommt dann durch die Möglichkeiten und vor allem die, durch das Zubauen der Gegner, plötzlich nicht mehr vorhandenen Möglichkeiten. Von dem grandiosen Material der Deluxeedition ganz zu schweigen: Geniales Spiel :-)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.01.19 von Guido - Ich kannte vorher nur das alte Brass. Brass Birmingham hängt die Messlatte für ein super Spiel nochmal ein Stück höher. Das Spiel kommt zwar mit vergleichsweise wenig Spielregeln aus was aber nicht drüber hinweg täuschen sollte das es einfach zu spielen wäre. Es ist eine Herausforderung aber ein sehr gutes Spiel. Dazu als Deluxe Ausgabe tolles Material.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.03.19 von Störbot - Ein gutes Spiel, das ich gerne wieder mitspiele. Mein kleiner Kritikpunkt sind die für mich teilweise aufgesetzten und konstruierten Regeln (Eisen überall verfügbar, Kohle nur, wenn sie durch das Streckennetz erreichbar ist, Bier immer verfügbar wenn es mein eigenes ist, aber "Fremdbier" nur, wenn durch mein Streckennetz erreichbar) die den Spielfluss aber nicht beeinflussen. Für 6 Punkte ist mir zuviel Downtime im Spiel. ich kann zwar meine Züge grob planen, kann aber nie wissen, was genau die Mitspieler machen, da man deren Karten nicht kennt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.08.19 von Pajdl - Mein Lieblingsspiel 2019
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.09.19 von Ernst-Jürgen Ridder - Ganz viele 6-Punkte-Wertungen und ich gebe trotzdem nur 4 Punkte für Spielreiz. Brass Birmingham ist eine Weiterentwicklung von Brass Lancashire, die in eine entgegengesetzte Richtung geht wie die, die der Autor von Brass (Lancashire) in seiner eigenen Weiterentwicklung seinem Brass gegeben hat, indem er Age of Industry entwickelt hat, das nicht bloß eine Verschlankung, sondern auch eine Abrundung ist. In seinen Designers Notes zu Age of Industry hat Martin Wallace geschrieben, er verstehe nicht, warum er so manche Idee, die er bei Age of Industry verwendet hat, nicht schon früher hatte, sein Brass wäre dann anders geworden. Anstatt Brass eleganter und schlanker zu machen, macht Brass Birmingham nun also mit zwei weiteren Autoren das Spiel durch Zufügung von Bier zu einem noch komplexeren Spiel. Das kann man gut finden, es funktioniert ja auch gut, es schränkt aber den Kreis derer, mit denen ich das spielen kann, sehr drastisch ein, nämlich auf meine Frau und mich. Meine sonstigen Spielpartner sind damit, obwohl schon seit rund 40 Jahren erfahrene Kennerspieler, einfach überfordert. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass wir in der Spielegruppe nur selten ein Spiel mehrmals spielen. Wer Spaß an solche komplexen Optimieraufgaben hat, wird das Spiel sicher gut finden. Aus meiner Sicht will Brass Birmingham einfach zu viel, empfinde ich es deshalb auch eher als Arbeit; Age of Industry gefällt mir besser.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.09.19 von JochenSch - Brass Birmingham ist ein gutes Spiel. Da es jedoch viele bessere (Russian Railroads, Lorenzo, Great Western Trail uva) und einige viel bessere (Mombasa, Gaia Project, Nippon, Marco Polo) gibt, kann es nur 4 Punkte geben.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.10.19 von Andreas K. - Ich habe mir das Spiel nur aufgrund der extrem guten Bewertungen hier und bei Boardgamegeek nachträglich bei Kickstarter bestellt. Vor 2 Wochen kam das Spiel dann bei mir an in der Deluxe Edition. Das Spielmaterial ist sehr hochwertig, es gibt keine Mängel und alles ist grafisch sehr gut ausgearbeitet. Die Anleitung ist kurz, die Regeln sind sehr verständlich, aber es gibt für Anfänger sehr viele Regeln. Zuerst habe ich kaum durchgeblickt und auch beim Testspiel gestern haben wir zu viert erstmal etwas gebraucht um alles zu verstehen. Jedoch sind wir dann doch sehr schnell ins Spiel reingekommen und finden alle, dass es ein sehr, sehr gutes Spiel ist. Wir haben nur die Kanalepoche gespielt und haben über 2 Stunden gebraucht. Wie andere schon geschrieben haben, ist das Spiel extrem taktisch, Glück kommt hier nicht auf, man muss jeden Zug genau überlegen. Aber genau das macht Brass Birmingham aus. Die verschiedenen taktischen Optionen und das genaue Beobachten der Mitspieler. Die Mechaniken greifen alle perfekt ineinander und man hat dadurch viele Möglichkeiten seine Zug zu planen. Aufgrund der Spieldauer wirds nicht jedesmal auf dem Tisch landen, aber bei einem längeren Spieleabend auf jeden Fall. Tolles Spiel!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.10.19 von Dencer - Eines der besten Spiele aller Zeiten in einem neuen, wunderschönen Gewand. Ich teile Störbots Kritik, aber unterm Strich sind es 6 Punkte, weil es einfach richtig Spaß macht und tolle Mechanismen besitzt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.10.19 von Zebes

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