Rezension/Kritik - Online seit 31.01.2017. Dieser Artikel wurde 8876 mal aufgerufen.

Ulm

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Autor: Günter Burkhardt
Illustration: Michael Menzel
Verlag: HUCH!
Rezension: Volker Sitzler
Spieler: 2 - 4
Dauer: 45 - 75 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2016
Bewertung: 4,4 4,4 H@LL9000
4,3 4,3 Leser
Ranking: Platz 1221
Download: Kurzspielregel [PDF]
Ulm

Spielerei-Rezension

Spielereikritik:

Als Kind übte ich immer einen Zungenbrecher: "In Ulm, um Ulm und um Ulm herum." Der ist mir bis zum heutigen Datum in Erinnerung geblieben, genauso wie das Ulmer Münster und der Schneider von Ulm, der einen verunglückten Flug mit einem selbstgebauten Fluggerät über die Donau wagte und dabei scheiterte.

Zumindest die beiden letztgenannten Begebenheiten haben indirekt mit dem neuen Spiel Ulm des Huch Verlages zu tun. Zunächst die Donau. Diese trennt Ulm in zwei Hälften mit diversen Stadtvierteln. Heute trennt sie nicht nur Ulm, mittlerweile liegen die beiden Hälften gar in zwei verschiedenen Bundesländern. Ulm liegt in Baden - Württemberg und das südlich der Donau gelegene Neu-Ulm liegt in Bayern. Das Ulmer Münster liegt gar in 3 D Format bei und dient als Rundenanzeiger, denn in jeder Runde kommt ein Marker in den Kirchturm.

Doch zeitlich spielt Ulm in einer anderen Epoche, und zwar zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Ulm erstrahlt in Glanz und in der Freien Reichsstadt herrscht geschäftiges Treiben. Der Spielplan ist in acht Stadtviertel aufgeteilt, die alle eine Verbindung zur Donau aufweisen.

Das Spiel verläuft über zehn Runden und in jeder Runde stehen jedem der zwei bis vier Spieler drei Aktionen zur Verfügung. Wie diese Aktionen ausgewählt werden, ist von Autor Günter Burkhardt genial gelöst worden. Auf dem Münsterplatz liegen neun Aktionssteine in einem drei Mal drei Felder großen Raster aus. Der Spieler, der an der Reihe ist, zieht aus einem Beutel einen weiteren Stein heraus und schiebt ihn in eine Spalte oder Reihe. Dadurch wird ein Stein herausgeschoben und die drei, die jetzt auf der entsprechenden Spalte oder Reihe noch liegen, dürfen genutzt werden. Insgesamt gibt es fünf mögliche Aktionsmöglichkeiten. Da wäre zunächst die Geldaktion. Ein Geld pro Aktionsstein gibt es als Belohnung. Zwei davon müssen abgegeben werden, um im entsprechenden Stadtviertel das Privileg zu erhalten. In welchem Stadtviertel dies geschieht, zeigt die Zille an. Das ist ein Binnen-Lastkahn, der auf der Donau eingesetzt wurde. Je nachdem, wo dieser auf der Donau steht, darf das Privileg des nördlichen oder südlichen Stadtteils ausgeführt werden. Mit einem Aktionsstein der Zille darf diese um ein Feld weiter gesetzt werden. Als vierte Aktion steht die sog. Abräumaktion zur Verfügung. Dazu nimmt sich der Spieler alle auf einer Seite des Münsterplatzes herausgeschobenen Aktionssteine in seinen Vorrat. Diese braucht er nämlich, um die fünfte Aktionsmöglichkeit ausführen zu können, die Kartenaktion. Um eine Karte zu bekommen, muss der Spieler zwei solcher Steine abgeben, um die oberste Karte des Stapels zu nehmen. Gibt er zwei gleiche Steine ab, hat er die Wahl aus den beiden obersten Karten. In welcher Reihenfolge die Aktionen durchgeführt werden, bleibt dem Spieler überlassen. Prinzipiell sollte man zwar darauf achten, dass man alle Aktionen durchführen kann, doch dies ist nicht immer so einfach. Entweder fehlt Geld, oder es fehlen Aktionssteine oder die Zille steht gar nicht dort, wo man sie gerne haben möchte. Da ist es oftmals von großer Wichtigkeit, welcher Aktionsstein aus dem Beutel gezogen wird, denn wie auch immer, diesen kann ich definitiv nutzen. Hier kann nun der sog. Umschlagplatz nützlich sein, denn zu Spielbeginn wird dort von jeder Sorte ein Stein ausgelegt. Gegen Abgabe eines "Ulmer Spatzen" (der Spatz ist das inoffizielle Wappentier der Stadt Ulm) kann dort der aus dem Beutel gezogene Stein gegen einen des Umschlagplatzes getauscht werden.

Punkte bekommt man, wenn man die Privilegien der Stadtviertel nutzt. Wie bereits gesagt, stehen immer zwei mögliche Stadtteile für die Aktionen zur Verfügung. Wie bereits erwähnt, ist die Position der Zille maßgebend, welche Stadtteile genutzt werden können. Die Privilegien der Stadtteile sind weit gestreut und sehr gut aufeinander abgestimmt. So gibt es Geld, Aktionssteine oder Karten in verschiedenen Zusammensetzungen. Auch die Zille darf vorwärts bewegt werden. In zwei Stadtvierteln kann man sich ein Stadtwappen nehmen und somit gleich Siegpunkte einstreichen, außerdem werden nochmals Siegpunkte notiert, wenn ein Mitspieler in dem entsprechenden Viertel aktiv wird. In jedem Fall wird ein eigenes Siegel in dem Stadtviertel platziert. Interessant ist das Schwörhausviertel. Dort liegen vier Plättchen von Berufsständen aus. Wer dort eine Siegelaktion durchführt, macht sich die Fähigkeiten eines solchen zu Nutze. So dürfen zum Beispiel zwei Aktionssteine aus dem Beutel gezogen und einer davon zum Schieben verwendet werden oder es gibt immer eine Münze mehr, wenn eine Münzaktion gewählt wird. Die Vorteile gibt es in vielfältiger Art.

Spielentscheidend sind neben den Privilegien in den Stadtvierteln auch die Karten. Hier hat Autor Günter Burkhard ein weiteres Highlight eingebaut. Zunächst können die Karten auf zwei unterschiedliche Arten genutzt werden. Es gibt immer eine Sofortaktion, die dann genutzt werden darf, wenn die Karte während des Spiels abgegeben wird, und gibt es eine Möglichkeit, die Karten erst bei Spielende in Siegpunkte umzuwandeln. Interessant sind hier die Münster- und Handelskarten. Immer drei gehören zu einem Satz. Zwar gibt es auch für einzelne Karten Punkte, aber als Dreierpakt davon einige mehr. Die Crux daran ist, dass im eigenen Spielzug immer nur eine Karte ausgespielt werden darf. Daher gilt es abzuwägen, ob es gelingt, einen Dreiersatz bis zum Schluss zusammen zu bekommen. Karten, die man nicht ausspielen konnte, verfallen ersatzlos. Ein kleines Schlupfloch bleibt in der Form, dass ich eine weitere Karte ausspielen kann, wenn ich durch eine Kartenaktion eine Karte nehmen dürfte.

Zu erwähnen wäre auch nochmals die Zille. Wie bereits erwähnt, hängt ja vom Standpunkt der Zille ab, welches Stadtviertel man nutzen darf. Es gibt aber auch am Ende noch Punkte für sie. Sie startet bei minus zehn Punkten. Für jede Position, die sie sich nach vorne bewegt, fällt die Anzahl der Minuspunkte bzw. steigt die Anzahl der Pluspunkte. Sollte sie das Ende des Spielplans erreichen, dürfen zehn Punkte addiert werden. Es gibt also viel zu beachten bei dem kleinen Boot.

Eine Partie Ulm endet nach zehn Runden, die wie im Fluge vergehen. Ulm gehört für mich zu einem der besten Spiele der Spieletage in Essen. Es wird sowohl anspruchsvollen Familien als auch Vielspielern gerecht. Der Mechanismus der Aktionen ist innovativ gelöst und die Grafik von Michael Menzel trägt ein Weiteres zu einem eindrucksvollen Spielgefühl bei, zu Preisen bereits ab 32,94 € inklusive Versandkosten.

Also nur eitel Sonnenschein? Es bleibt ein kleiner Kritikpunkt. Dieser betrifft die Spielregel. Diese ist in zwei Heften gedruckt, einer Spielregel und einer Chronik. In der Spielregel sind der Aufbau und der Spielablauf erläutert, die Chronik enthält den Rest, wie die Erklärung der einzelnen Karten und Privilegien und so weiter. Das Ganze in einer Regel wäre durchaus praktischer gewesen, beschert es doch so speziell bei den ersten Partien und ein unnötiges suchen, was in welchem Heft steht.

Rezension Volker Sitzler

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Ulm: 4,4 4,4, 9 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.01.17 von Volker Sitzler
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.10.16 von Roland Winner - Interessanter Mechanismus, wenig Regelwerk.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.10.16 von Michael Andersch - Die Meinung "wenig Regelwerk" teile ich überhaupt nicht. Zwar sind die Grundregeln wirklich simpel und schnell gelesen / verstanden - dann kommt aber die Erklärung der ganzen Symbolik und sonstiger Mechanismen (z.B. Spatzen) im zweiten Regelheft. Den Einstieg empfinde ich daher als ziemlich unkomfortabel, was auch noch durch den überladenen Plan, die winzigen Symbole und die fehlenden Spielübersichten verstärkt wird. Weiterhin empfinde ich den Aktionswahlmechanismus als wirklich neu und erfrischend (auch die Verringerung des Glücksfaktors durch die Spatzen, etc...), das Spiel selbst aber als total zusammenhanglos. Punkte macht man entweder über Karten, oder über Siegel, oder über die Zille, oder über Wappen. Das eine hängt mit dem anderen kaum zusammen, klappt es hier nicht, macht man halt dort was. Man baut nichts auf, ist nicht gespannt auf die nächste Runde - irgendwas wird schon gehen. Vom Spielreiz her lediglich 3 Punkte - 1 Bonuspunkt für den tollen Steuerungsmechanismus.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.01.17 von Henning Knoff - Der Verrücktes-Labyrinth-artige Schiebemechansmus ist super, das Spiel fühlt sich trotzdem wie Dutzendware an. Man hat jede Runde viel zu grübeln, die Downtime kann sehr hoch werden. Leider kann man auch nur mäßig vorplanen, und man interessiert sich auch nur wenig für das, was die anderen Spieler machen. Die einzelnen Elemente greifen nicht so richtig ineinander, alles bringt irgendwie ein paar Punkte. Die Ereignisse, die auf winzigen Plättchen stehen und die dann auch noch unübersichtlich auf den Turm des Pappmünsters gelegt werden müssen, verdienen einen Preis für das "überflüssigste Gimmick in einem Euro-Spiel". Man hat schon Schlechteres gespielt, aber nach der ersten Partie hatte in meiner Runde niemand Lust, das Spiel in absehbarer Zeit nochmal zu spielen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.01.17 von Rene Puttin - Sehr schönes Spiel aus dem Hause Huch. Es gibt einiges zu Bedenken und an vielen Schrauben zu drehen, die alle irgendwie ineinander greifen. Etwas schade ist, dass das Spiel sich nur zu viert perfekt entfaltet. Mit weniger Spielern ist es kaum möglich mit seiner Zille zum Ende zu kommen und auch die Gebäude, bei denen es Punkte gibt, wenn andere Spieler im Stadtviertel bauen sind deutlich weniger lukrativ. (Zu zweit daher "nur" Spielreiz 4)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.01.17 von Andreas Odendahl - Für mich der Überraschungshit der Spielemesse in Essen 2016. Eingängig, aber nicht ohne die nötigen Kniffe. Einige Zufallsanteile, die man aber mit steigender Spielerfahrung in den Griff bekommen kann. Erstaunlich vielschichtig, toll umgesetzt. Einzig die zweiteilige Anleitung überzeugt mich nicht, da nicht nur erläuternde Details in das zweite Heft ausgelagert wurden, sondern auch essentielle Regeln. Am Ende muss man eh beide Regelhefte lesen um das Spiel überhaupt spielen zu können. Meckern auf hohem Niveau. Für mich die Höchstnote für dieses mittelkomplexe Meisterwerk.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.01.17 von Frank Solnitzky - Ulm ist ein gutes Spiel. Der Aktionsscheibenmechanismus ist gelungen. Trotzdem ist der Wiederspielreiz für mich persönlich zu gering. Das liegt vor allem an dem glückslastigen Nachziehen der Karten. Der Spielplan ist nicht wirklich übersichtlich.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.04.17 von Andreas Molter - Tolle Ansätze, erfrischender Aktionsmechanismus, aber aufgrund der Spielregel eine unnötig hohe Einstiegshürde! Warum 2 Regelhefte, wenn man auf jeden Fall beide komplett lesen muss um Ulm spielen zu können?
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.11.17 von Michael Dombrowski - Solides Brettspiel mit interessantem Auswahlmechanismus. Für mich nichts Überragendes, aber solide Kost. Ich würde es jedenfalls immer mitspielen.

Leserbewertungen

Leserwertung Ulm: 4,3 4.3, 23 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.10.16 von Hans Huehnchen - Material: Karten etwas labberig, Münster etwas wackelig und lässt sich nicht zusammengebaut verstauen, ist aber mit etwas Bastelarbeit zu beheben. Die Zeichnungen von Menzel sind toll. Spielbarkeit: Spielübersichten fehlen, der Spielplan wirkt überladen, die Aufteilung auf zwei Regel Hefte ist nicht ganz optimal. Nach den ersten ein, zwei Runden entsteht ein flüssiges Spiel ohne große Wartezeiten. Interaktion ist hauptsächlich indirekt, der Glücksfaktor moderat und der Spielzeit von 60 min angemessen. Der Spielreiz liegt für mich ganz weit oben. Es gibt ebenso viele Wege, Punkte zu machen wie Dilemmata. Der Auswahl-Mechanismus für die Aktionen fühlt sich sehr unverbraucht an. Zu zweit ist der Spielreiz nicht ganz so hoch wie zu dritt oder viert. Insgesamt eine sehr gelungene Neuheit auf Kennerspielniveau von Huch. 5 Punkte mit Tendenz nach oben.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.10.16 von Christo - Grafisch ein Leckerbissen - danke, Herr Menzel -, spielerisch eine Perle - danke, Herr Burkhardt! Dabei imponiert ein völlig neuer und unverbrauchter Mechanismus als Spielmotor: ein Plättchen wird aus dem Beutel gezogen (einziger Glücksfaktor, der zudem durch "Spatzen" ausgeglichen werden kann) und an eine von bis zu 9 Reihen aus 3 Plättchen angelegt, die dann - entsprechend er ihnen zugewiesenen (4) Funktionen - ausgewertet wird. Superinnovativ, anspruchsvoll, aber schnell und flüssig spielbar. Dieser Mechanismus greift toll in die Aktionen auf dem Spielbrett ein, wo an vielen Stellen Siegpunkte abzugreifen sind. Da passt einfach alles ... Empfehlung für Mehr- bis Vielspieler, als Familienspiel eher an der oberen Skala der Anspruchsleiste.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.10.16 von edru - Der Schiebemechanismus und die Art Zeitleiste mit den Donau-Zillen sind neu und überaus ansprechend. Dazu kommt eine sagenhaft schöne Grafik von Michael Menzel, die der Stadt Ulm sehr gerecht wird. Bislang das beste Spiel von Günter Burkhard und schon die erste Perle des neuen Jahrgangs 2016/2017.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.10.16 von Mike
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.10.16 von Gülsüm Dural - Schöner Mechanismus, empfehlenswertes Strategiespiel.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.11.16 von Jan - Überraschungskandidat in Essen 2016. Spielt sich hervorragend! Danke an Herrn Menzel für das schöne Artwork!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.11.16 von Marcel Puffe - Das nächste Städtespiel mit Menzelgrafik, in dem wir als Bürger Einfluss zu ruhmreichen Handelszeiten nehmen, faktisch aber kein Thema, sondern Mechanismen vorherrschend sind. Klingt zunächst öde, aber: die Mechanismen sind äußerst gelungen, die Karten und Privilegien erlauben diverse Strategien. Dazu schön knackig in 60 Minuten gespielt, weiß es doch sehr zu gefallen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.12.16 von Kathrin
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.12.16 von Waiko - Dieser erfrischend neuartige Schiebe- und Aktionsgenerierungsmechanismus ist ganz großes Kino. Ich nenne es mal einfach mal einen echten Geniestreich. Das Spiel insgesamt hält dieses Top-Niveau zwar nicht so ganz durch. Trotzdem: Tolle Sache!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.01.17 von Ernie - Nein, wirklich neuartig ist in Burkhardts neuestem Werk nicht viel. Zuviel Déjà-vu-Erlebnisse bestimmen das Geschehen auf dem mit bewährter Menzel-Grafik ausgeschmückten Tableau. Ein wenig (Fluss-)Wettfahrt, bisserl „Gebiets“streitigkeiten, eine Prise Deckbau, ein Esslöffel WP. Auch der in der Tat gefällige Aktionsauswahlmechanismus - nach recht überschaubaren, deutlich mehr von Taktik, als von Strategie geprägten, genau 10x3 Aktionen wird abgerechnet - lässt (gute Kindheits-)Erinnerungen an das ‚Labyrinth der Meister‘ wach werden. @Verlag Ein echtes Ärgernis stellt -für mich- die multilinguale Ausstattung da, beinhaltend komplette(!) Spielkartensätze E und F. Ist dies ein Werk eines „Hobbyökonomen“, welcher „herausgefunden“ hat, dass die (Gesamtherstellungs-)Kosten bei dieser Vertriebsart um 0,X% geringer werden? - nichtverstehend, dass den allermeisten Ludophilen es schnurzegal ist, ob das Werk des Interesses 38,20€ oder 39,99€ kostet. Oder schlägt hier eine EU-Verordnung durch, deren Sinn sich dem gemeinen Menschenverstand nicht sofort erschließt? Gewiss hat der Huch-Verlag zu Ehren der -zusätzlich- gefällten Bäume ein Wald-Ausgleichsprojekt unterstützt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.01.17 von Achim Nieder-Vahrenholz - Die Bemerkungen von Michael Andersch und Ernie geben sehr gut wieder, was auch mir nicht gefallen hat. Als besonders störend fand ich: Schlecht strukturierte Regel; der das Spiel in die Länge ziehende Schiebemechanismus; ein nicht unerheblicher Glücksanteil durch Plättchen- und Kartenziehen; die Überladenheit mit Mechanismen und SP-Möglichkeiten, die das Spiel erdrücken und seelenlos machen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.01.17 von Christoph Schmid - Gefällt mir wirklich ausnehmend gut, auch wenn das Spiel mit Ausnahme des Schiebmechanismus wenig innovativ ist. Einen kleinen Bonus gibt es von mir, weil wir in der Nähe wohnen und dies als Thema aufgefriffen wurde.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.01.17 von Dencer - Die Kritikpunkte sind benannt, gute 4 Punkte, nach 2 Partien ist die Motivation für eine weitere Partie nicht so groß.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.02.17 von Bratze Klötensen - Mein persönlicher Favorit des aktuellen Jahrgangs. Ein tolles Kennerspiel, leichtgängig genug, um es auch als Familienspiel zu nutzen, aber andererseits mit ausreichend Möglichkeiten, dass sich Vielspieler nicht langweilen. Der Mechanismus aus dem verrückten Labyrinth wurde hier genial ins Gesamtkonzept eingebaut.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.02.17 von Dietrich - Das ist also das Spiel über Ulm! Von den Mechanismen deutscher 'Über'spiele erwarte ich schon gar nicht mehr viel - es soll ja jeder für sich spielen und nicht nach links oder rechts oder gegenüber schauen und nicht über eigene dumme Züge oder die anderer lachen. Damit gehen die Spieleautoren auf 'Nummer sicher' ... Wenn nun schon die Spielmechnismen nichts mehr mit dem Thema eines Spiel zu tun haben, erwarte ich zumindest, dass die Wege und Ziele des Spiels thematisch sind. Besonders wenn eine ehrwürdige Stadt im Titel genannt wird und der Spielplan dementsprechend gestaltet ist. (Und der Autor schwärmte im SWR von der Thematik seines Spiels.) Und in seinem Spiel 'Ulm'? Das 'Ulmer Münster' dient lediglich als Haltegestell für die Rundenplättchen ('Die Tore der Welt' lässt grüßen!). Und der 'Ulmer Spatz' stellt einen Joker oder einen Siegpunkt dar. Zumindest hätte der 'Ulmer Spatz', wie im Realen, als Zeichen für eine Kirchenspende dienen können ... Was hat das Spiel also mit Ulm zu tun? Es hätte auch 'Köln', 'Hamburg' oder sogar 'Flensburg' (es gibt hier eine Kirchenmaus auf dem Kirchendach) heißen können ... Damit man sehen kann, was ich meine, vergleicht 'Ulm' bitte mit 'Hamburgum'. Ich bin enttäuscht ...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.02.17 von Marco Stutzke
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.02.17 von Andreas Freye - Ob Ulm, ob Brügge, oder Gütersloh es ist egal was auf der Schachtel steht, Ort und "Thema" sind beliebig austauschbar, was bleibt ist hier ein recht nettter Schiebemechanismus zur Aktionsauswahl und eine völlig idio...sche Spielregelaufteilung in zwei Hefte.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.02.17 von Derrick - Nicht überragend, aber doch ganz gut.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.02.17 von Ernst-Jürgen Ridder - Das ist nicht einfach zu bewerten. Der Spielreiz ist ok, weil das Spiel nicht ausufernd lange dauert. Ulm ist insgesamt jedoch in keiner Weise etwas Besonderes, nicht einmal wegen des Aktionswahlmechanismusses. Geradezu furchtbar finde ich die Spielregelaufteilung in zwei Hefte bei diesem Spiel. Andere Spiele haben es vorgemacht, wie man eine Spielregel abspecken, aber doch vollständig fassen und in einem Almanach vertiefen kann. Folgt man hier dem Rat der Spielregel, nach deren Lesen schon mal anzufangen und bei Bedarf in die Chronik zu schauen, stellt sich gleich am Anfang Frust ein. Wie soll das gehen, wenn wichtige Regeln nicht in der Spielregel, sondern in der Chronik stehen? Jedenfalls beim ersten Spiel ein sehr frustrierendes Herumgeblättere und Gesuche nach der anzuwendenden Regel. Glaubt da wirklich jemand, dass sich ein normaler Familienspieler das antut? Und dann: Mir liegt immer der Zusammenhang zwischen Thema und Spielmechanik am Herzen. Davon finde ich bei Ulm nicht viel. Wie hier schon jemand angesprochen hat: Hamburgum z.B. macht das sehr viel besser.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.03.17 von Scholle
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.03.17 von Pet Erpan - Ein Vorredner sagte über die Konzeption: "man geht auf Nummer sicher". Genauso fühlt sich das Spiel an. Austauschbar.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.17 von Alex Fiege - Wenn ich das Spiel schon im Monatsquiz gewinne (vielen Dank an dieser Stelle), muss ich es wohl auch mal bewerten. Nach dem Regelstudium war ich erst etwas skeptisch, beim eigentlichen Spielen fand ich den Ablauf dann aber sehr gelungen. Wie bei vielen Eurogames steht hier eindeutig die Mechanik im Vordergrund. Das Schieben der Aktionssteine lässt einen schneller in Grübelei verfallen als man vorerst denkt. Vor- und Nachteile der Stadtteile gehören abgewogen und man ist oft knapp an Ressourcen. Obwohl ich den Spielhintergrund austauschbar finde, konnte mich die Mechanik überzeugen. Das Spiel wird noch häufig den Weg auf den Spieltisch finden. Missfallen hat mir die Aufteilung in zwei Anleitungen und die etwas überladende Illustration.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.04.17 von Daniel Noé - Hier wurde schon vieles sehr richtig erwähnt - eine Verzahnung der Aktionsmöglichkeiten liegt nicht vor, diverse der Möglichkeiten sind sogar ähnlich, fühlt sich alles benahe beliebig an - Was das mit den 2 Regelheften soll bleibt schleierhaft, man muss durch beide komplett durch, um alle Regeln zu lesen, dies ist an der Grenze zu "Thema verfehlt". In unserer Runde ist zudem eine Aktionskarte negativst aufgefallen, da sie extrem stark ausgefallen ist, der Sieg gin nur über diese Karte. Dies machen sowohl der sehr innovative Aktionssteinmechanismus, als auch das wirklich spannende Donauelement - Timing ist hier die Haupttaktik - nicht wett. Weiterhin ist die wirklich herausragend gute Komponentenqualität zu erwähnen - so wie die Ulmer Spatzen müssen sich Marker anfühlen. EDIT April 2017: Unter dem Strich, ein weiteres Eurogame was sich in Hunderte gute, aber nicht herausragende Spiele einreiht. gerade noch drei Punkte

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