Rezension/Kritik - Online seit 23.03.2020. Dieser Artikel wurde 23209 mal aufgerufen.

Everdell

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Autor: James A. Wilson
Illustration: Andrew Bosley
Verlag: Pegasus Spiele
Starling Games (II)
Rezension: Franky Bayer
Spieler: 1 - 4
Dauer: 40 - 80 Minuten
Alter: ab 13 Jahren
Jahr: 2018, 2021
Bewertung: 3,9 3,9 H@LL9000
4,4 4,4 Leser
Ranking: Platz 3366
Download: Kurzspielregel [PDF]
Everdell
Auszeichnungen:2018, Golden Geek Beste Grafik & Prsentation Nominierung2018, Golden Geek Spiel des Jahres Nominierung2019, Swiss Gamers Award Nominierung2021, Nederlandse Spellenprijs Bestes Expertenspiel Gewinner2021, Nederlandse Spellenprijs Bestes Expertenspiel Nominierung

Spielziel

"Critters" - diesen Begriff kannte ich noch nicht. Eine kurze Recherche ergab, dass es aus dem Englischen übersetzt so viel wie "Viech" oder "Getier" bedeutet. Das ist dann doch eine recht passende Bezeichnung für jene Wesen, auf die wir im Spiel Everdell treffen: Eidechsen, Hasen, Dachse, Mäuse, Igel, Krähen, Schildkröten, Eichhörnchen, etc.

Es sind dies die Bewohner, welche im Schatten des großen, ehrwürdigen "Ever Trees" leben. Unsere Aufgabe als Anführer einer Gruppe solcher Viecher besteht darin, neue Gebiete zu besiedeln und eine neue Stadt zu gründen, bevor der Wintermond aufgeht.

Ablauf

Zu Beginn besteht unser Grüppchen gerade mal aus 2 Tieren. Unsere Vorratsräume sind anfangs noch leer, aber zumindest wissen wir, wo wir Zweige, Harz und Steine bekommen können, die wir für die Errichtung von Bauwerken ("constructions") brauchen, beziehungsweise Beeren, um neue Bewohner "critters") anwerben können. Am Fluss, der sich am Fuße des Ever Trees vorbei schlängelt, sowie in den Wäldern jenseits des Flusses gibt es Orte, an denen wir später an die benötigten Rohstoffe gelangen können. Wenigstens beginnen wir mit ein paar Karten auf der Hand, die uns bei unseren Plänen helfen können.

Drei verschiedene Aktionen stehen uns zur Auswahl, um unsere Aufgabe zu erledigen. So können wir einen unserer Arbeiter zu einem Ort aussenden, um dort zu agieren (A. einen Arbeiter einsetzen). Meist besteht diese Aktion im Sammeln von den bereits erwähnten Rohstoffen, wobei diese in unterschiedlicher Häufigkeit vorkommen (Steine und Beeren seltener, Zweige und Harz öfter). Die Lichtungen im Wald sind stets noch ein wenig lukrativer als die Basisorte. Zu einer späteren Zeit des Jahres können wir Arbeiter dann auch zu Ereignissen schicken, vorausgesetzt, wir erfüllen die dafür notwendigen Bedingungen. An den meisten Plätzen kann übrigens bloß ein einziger Arbeiter tätig sein, sodass dieser Ort für andere gesperrt bleibt, bis dieser Arbeiter den Ort wieder verlässt.

Eine weitere Aktionsmöglichkeit bieten die Karten: B. eine Karte spielen. Dabei können wir zwischen einer unserer Handkarten und einer Karte der offenen Auslage ("Weide") wählen. Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Karten: "Critter" und "Constructions". Um eine Karte ausspielen und so in unsere Auslage legen zu dürfen, müssen wir die darauf angegebenen Rohstoffe abgeben. Eine Besonderheit stellt die Möglichkeit dar, einen Bewohner kostenlos, also ohne Bezahlung der erforderlichen Beeren, ausspielen zu können. Die geht aber nur dann, wenn wir bereits das passende Gebäude in unserer Stadt vorweisen können. So können wir beispielsweise Richter Schildkröt gratis ausspielen, wenn sich schon das Gericht in unserer Stadt befindet.

Können wir - mangels Arbeiter, Karten und/oder Rohstoffen - keine der oben genannten Aktionen mehr durchführen, bleibt uns nur mehr eines übrig: uns C. auf die nächste Jahreszeit vorbereiten. Wir holen alle unsere Arbeiter zurück und erhalten den entsprechenden Jahreszeitenbonus. Dieser besteht neben 1 oder 2 neuen Arbeitern entweder aus einer Erntephase (Frühjahr und Herbst), bei der einige Karten unserer Stadt einen Ertrag abwerfen, oder aus 2 Karten von der Weide. Es kann durchaus vorkommen, dass wir uns in einer anderen Jahreszeit befinden als unsere Mitspieler.

Nachdem niemand mehr in der letzten Jahreszeit - dem Herbst - eine Aktion durchführen kann und daher alle passen mussten, endet das Jahr. In einer finalen Inspektion wird überprüft, wer von uns wohl die beste Stadt gründen konnte. Zu den Punkten unserer ausliegenden Bewohner und Gebäude zählen wir noch gesammelte Punktechips, geschaffte Ereignisse (dazu gehört auch das Reisen im Herbst) und Bonuspunkte für bestimmte Karten. Erzielen wir so die höchste Gesamtpunktezahl, haben wir uns Corrin Evertail, des Gründers von Everdell, als würdig erwiesen.

Fazit

Was mich an Everdell am meisten begeistert, ist die dichte erzählerische Atmosphäre. Die Einleitungsgeschichte, ein Gedicht in der Spielregel, die "Legende der Gründerstatue" auf den letzten Seiten der Spielanleitung sowie zahlreiche liebevolle, stimmungsvolle Details - alles steckt voller Poesie. Leider ist mein Exemplar nur auf Englisch, wodurch dies einigen meiner Mitspieler entgeht, es soll aber in der Kickstarter-Ausgabe eine Übersetzung ins Deutsche geben.

Das Spielmaterial unterstützt die Story optimal. Die Illustrationen sind einfach traumhaft, man wird in die Geschichte buchstäblich hineingezogen. Auch die materielle Ausstattung überzeugt vollends. Der riesige Ever Tree, welcher fertig aufgestellt 26 cm in die Höhe ragt, dient bloß als Kartenhalter und Ablagefläche für Karten, Plättchen und zusätzliches Spielmaterial beim Jahreszeitenwechsel und erfüllt sonst keine weitere Funktion. Dafür bestechen die Spielfiguren aus Holz, welche je nach Farbe Igel, Eichhörnchen, Schildkröten oder Hasen darstellen, sowie die detailreichen Ressourcen (Zweige aus braunem Holz, Harz aus gelblich durchscheinenden Kristallen, Steine aus glänzend-grauem Hartplastik und Beeren aus matt-lila Weichplastik).

Vom spielerischen Standpunkt präsentiert sich Everdell auf den ersten Blick als ein typisches Worker Placement Game. Schließlich verfügt erstens jeder Spieler über einen Arbeiter-Trupp, der mit jeder Jahreszeit anwächst, und zweitens gibt es Felder, auf denen diese auch eingesetzt werden können. Darum möchte ich vorerst einmal auf diesen Aspekt des Spiels etwas näher eingehen.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen exklusiven Feldern, die nur von einer Figur besetzt werden können und solange blockiert bleiben, bis das Feld wieder auf die eine oder andere Weise geräumt wurde, und freien Feldern, welche von beliebig vielen Figuren, auch derselben Farbe, besetzt werden dürfen. Letztere haben dafür allerdings einen wesentlich geringeren Ertrag.

Die Basisfelder - sie sind auf dem Spielplan direkt aufgedruckt - liefern meist Rohstoffe, manchmal erhält man Handkarte(n) dazu. Auf die 4 Waldfelder werden zu Spielbeginn zufällig Karten platziert. Deren Erträge sind höher als jene der Basisfelder, daher umso begehrter. Weitere Einsatzorte finden sich als "Ereignisse" auf und unter dem Ever Tree, für die man jedoch bestimmte Bedingungen (Kartenkombinationen in seiner Stadt) erfüllen muss, um diese Extrapunkte zu erhalten.

Das ist aber noch nicht alles, denn auf einige Karten - ausschließlich Gebäude - können ebenfalls Figuren gestellt werden, um bestimmte Aktionen durchzuführen. Und schließlich kann man im Laufe der letzten Jahreszeit - des Herbsts - Figuren auf die Reise schicken, wo sie uns gegen Abgabe von Handkarten Siegpunkte einbringen. Zahlreiche Möglichkeiten also, seine Figuren zu beschäftigen.

Dies steht aber im krassen Gegensatz zur Anzahl der einzusetzenden Figuren. In der ersten Jahreszeit sind es gerade mal 2 Figuren. Das steigert sich zwar allmählich von Saison zu Saison, aber insgesamt sind es dennoch in der ganzen Partie bloß 15 Arbeitereinsatzaktionen, die ein Spieler durchführen kann. Viel zu wenig, um eine Stadt aufzubauen Dies liegt daran, dass das "Worker Placement" in den ersten Phasen des Spiels vorwiegend zur Beschaffung von Rohstoffen verwendet wird, um daraufhin Karten ausspielen zu können. Daher nun ohne Umschweife zum zweiten wesentlichen Aspekt von Everdell: die Karten!

Bei den Karten wiederum gibt es zwei Arten: Bauwerke ("constructions") und Bewohner ("critters"). Wie bereits erwähnt, müssen für die Gebäude Zweige, Steine und/oder Harz abgegeben werden, für die Bewohner hingegen Beeren. Interessant ist, dass es für jedes Gebäude einen passenden Bewohner gibt, der sogar kostenlos ausgespielt werden darf, wenn man dieses Gebäude in seiner Stadt hat. Es ist daher sinnvoll, wenn man solchermaßen zusammengehörige "Paare" sucht, um den Synergie-Effekt nutzen zu können. Um derartige Kombinationen zu finden, stehen einem nicht nur die eigenen Handkarten zur Verfügung, sondern auch die Karten in der Auslage, allerdings mit dem Nachteil, dass diese von den Mitspielern weggeschnappt werden können.

Je nach Farbe und Symbol bietet uns jede Karte entweder einen sofortigen, einmaligen Effekt (braun), einen Produktionseffekt (grün), einen Effekt, der durch einen Arbeiter aktiviert werden kann (rot), oder wirkt sich beim Ausspielen anderer Karten (blau) oder bei der Schlusswertung (violett) aus. Letztere erlauben dann auch strategische Überlegungen, da sich die Spieler in ihren weiteren Aktionen auf die dafür verlangten Bedingungen einstellen.

Was die Taktik betrifft, spielen auch die ausliegenden Ereignisse eine wichtige Rolle. Für jedes der vier Basisereignisse benötigt man drei Karten der gleichen Farbe, für die vier Spezialereignisse sind ganz bestimmte Karten - meist 1 Bewohner und 1 Gebäude - erforderlich. Aber nur, wer dort nach Erfüllung der Voraussetzungen auch tatsächlich zuerst eine Figur einsetzt, darf sich die entsprechenden Siegpunkte gutschreiben. Nachdem im späteren Spielverlauf die Ressourcen nur mehr eine untergeordnete Rolle einnehmen, werden dann Figuren vermehrt auf diese oder ähnliche Weise zum Sammeln von Siegpunkten eingesetzt.

Das Timing ist aufgrund dessen noch viel wichtiger als bei anderen Arbeitereinsatzspielen. Es gilt, seine Figuren zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen, um das Optimum rauszuholen. Besonders der Jahreszeitenwechsel will gut getimt sein, weil dadurch ja auch wieder die Figuren zurückgenommen und besetzte Felder so erneut frei werden. Zwar ist jeder hauptsächlich mit der Entwicklung seiner eigenen Stadt beschäftigt, aber sowohl durch die beschränkte Anzahl ertragreicher Felder als auch durch die gemeinsame Auslage an offenen Karten findet dann doch eine rege Interaktion statt.

Die Spieldauer ist mit 40 bis 80 Minuten angegeben. Dies ist auch ziemlich realistisch, auch wenn es anfangs nicht so den Anschein hat und wesentlich früher zu enden scheint. Das liegt daran, dass die ersten Jahreszeiten ausgesprochen kurz und nach wenigen Aktionen/Minuten bereits vorbei sind. Vor allem der Herbst dauert dann aber deutlich länger, was einerseits an der höheren Zahl an Spielfiguren liegt, andererseits auch an der ansteigenden Downtime, welche der längeren Überlegungen dank mehrerer Optionen geschuldet ist.

Die Zeit vergeht jedoch ohnehin wie im Flug. Everdell gefällt mir ausgesprochen gut, es ist - auch wegen der gelungenen und stimmungsvollen Umsetzung des poetischen Themas - ein wirklich ausgezeichnetes Spiel. Mittlerweile ist bereits eine Erweiterung erschienen, die ich mir sicher nicht entgehen lassen werde.

Zum Abschluss möchte ich noch die beinhaltete Solo-Variante anführen, bei der man in drei ansteigenden Schwierigkeitsstufen gegen Rugwort, einen fiesen Rattengegner antritt. Er blockiert Felder, erhält mit Hilfe eines achtseitigen Würfels eine zufällige Karte der Weide und bekommt am Ende Punkte für Karten in seiner Stadt, erfüllte Basisereignisse und für jene Spezialereignisse, welche der Spieler nicht erfüllen konnte. Funktioniert recht gut, ist aber trotzdem kein vollwertiger Ersatz gegen das Spiel mit leibhaftigen Mitspielern.

Rezension Franky Bayer

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Everdell: 3,9 3,9, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.11.19 von Franky Bayer - Sehr stimmungsvolles und toll ausgestattetes Spiel, das Worker Placement mit kartengesteuertem Aufbauspiel kombiniert. Gefllt mir sehr gut, Spielreiznote fr mich nur knapp an der Hchstnote vorbei.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.11.18 von Henning Knoff - Tableau-Builder mit Worker Placement-Elementen und wunderschnen Artworks. Fr mich eskaliert es fast schon zu frh zu sehr - wenn die Beschrnkung auf 15 ausliegende Karten nicht wre, knnte man teilweise noch sehr viel lnger spielen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.03.20 von Sandra Lemberger - Die tolle Aufmachung mit dem groen Baum lockt die Menschen sogleich voller Neugier an den Spieltisch. Leider ist es gerade der Baum, der bei vier Spielern immer im Weg steht und die Sicht auf einen Mitspieler blockiert. Auch die winzig geschriebenen Texte auf den ausliegenden Karten sorgen dafr, dass nicht flssig gespielt werden kann. Und die Kartentexte selbst sind nicht immer gut verstndlich, ebenso wie das Nachschlagen in der Regel nicht immer auf Anhieb von Erfolg gekrnt ist, wenn man gezielt nach bestimmten Elementen sucht. Schade, dass das Augenmerk nur auf das Optische, nicht aber auf Zweckdienlichkeit gerichtet wurde.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.03.20 von Roland Winner - Auch ich kann mich dem Hype nicht anschlieen, es gibt interessantere Spiele.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.03.20 von Andreas Odendahl - Leider hat das Spiel einen aus meiner Sicht unverhltnismig hohen Zufallsanteil und einen zwar originellen, aber auch stark anflligen Aktionsmechanismus. So kann es geschehen, dass die eine Spielerin schon lange fertig ist whrend andere noch in Ruhe 10-15 Minuten zu Ende spielen. Wer einen wunderschnen Karten-Engine Builder mit Ecken und Kanten schtzt, der findet hier eine Perle! Deutsche bersetzung der Starling Games-Ausgabe etwas suboptimal. B-Note fllt Dank der kongenialen Aufmachung um zwei Stufen hher aus...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.04.21 von Michael Kahrmann - Wunderschn aber Abzge in der B Note. Insgesamt solide Kost.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.08.21 von Mahmut Dural - Zu kleine Texte, deshalb nicht geeignet fr grere Runden. Wrde auch andere Spiele immer vorziehen. Deshalb nur 4 Punkte.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.04.23 von Michael Andersch - Elendigliches Textgechecke, zu kleine Schrift, und zum Ende hin zunehmende Kettenzugeritis. Der Baum ist vllig unntig und immer im Weg bzw. erschwert die Sicht, und eigentlich sollten alle Spieler auf der gleichen Seite des Tisches sitzen. berhaupt nicht mein Fall.

Leserbewertungen

Leserwertung Everdell: 4,4 4.4, 16 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.01.19 von Christian Stauer - Wunderschne grafische Gestaltung, tolles Spielmaterial und einwandfrei funktionierende Spielmechanismen (Tableau-Building, Set Collection & Worker-Placement). EVERDELL bietet meines Erachtens einen uerst fluffigen Spielfluss mit angemessener Spieldauer auf Kenner-Niveau. Das Spiel funktioniert in allen Besetzungen (1-4) gut, wobei es mir persnlich zu dritt am besten gefllt. Der Solo-Modus macht durchaus Laune und ist super geeignet, um das Spiel kennen zu lernen. Im Gegensatz zur Multiplayer-Partie fhle ich mich hierbei jedoch manchmal zu stark dem Zufall ausgesetzt. Ich freue mich bereits sehr auf die im Sommer 2019 zu erwartende Erweiterung. Zu diesem Zeitpunkt wird wohl auch eine berarbeitete Spielanleitung erscheinen. Das ist erfreulich, zumal einige Karten-Funktionen nicht eindeutig klar waren, Interpretationsspielraum lieen und in den einschlgigen Foren entsprechend diskutiert wurden.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.11.19 von Heike - Kann den Hype nicht verstehen. Das Material ist von der Qualitt gut, fr den praktischen Spieleinsatz eine Katastrophe. Die Kartentexte sind dermaen kein, ohne Symbole, dass sie von mehr als 30 cm Entfernung nicht mehr lesbar sind. Dauernd muss man die Karten angrabbeln, um den Karteneffekt lesen zu knnen. Der Baum ist vllig ber und hat null Nutzen. Das Spiel selbst hat mich auch nicht berzeugt. Viel downtime, insb. dann, wenn man eher ausscheidet als die restlichen Spieler - dann darf man nur noch zuschauen. Nee danke, da gibt es zig bessere Spiele.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.03.20 von Paikea - Zunchst mchte ich einmal auf die hall9000-Kritikpunkte eingehen, denn da kommt es mir so vor, als ob es von den meisten nur mal angetestet wurde. Ich kann mich noch sehr gut an meine erste Partie (zu viert) erinnern... ich wusste nicht so recht wie ich mit lediglich 2 Arbeitern starten soll und dachte, da bekomm ich doch nie etwas gescheites zusammen. Weit gefehlt. Wenn man anfangs nicht total sinnlose Aktionen macht und ein Rohstoffeinkommen vollkommen ignoriert, dann kommt das Spiel wirklich zunehmend ins Rollen. Die Anzahl der Arbeiter ist insgesamt sehr gut durchdacht, man knnte auch schon mal ber 15 Karten kommen (was man nicht darf), doch umso berlegter schaut man dann, was man sich wie aufbaut und was sich wie ergnzen kann. Den Kritikpunkt mit zu wenig Arbeiter im Frhling kann ich also ebenso wenig gelten lassen wie dass das Spiel lnger gehen sollte, denn beides ist sehr gut durchdacht. Auch bei anderen Spielen denkt man oft, ach, gb es doch noch 1-2 Runden mehr, doch hier wrde das alles richtig verwssern. Bei uns stand der Baum bisher brigens noch nie im Weg. Mein Tipp: nehmt einen groen Drehteller, dann kann jeder auf alles einen Blick werfen inkl. der Karten. Die Regel knnte etwas besser strukturiert sein, das stimmt, jedoch sind die Regeln an sich nicht wirklich kompliziert und nach 2 Partien hat man diese auch intus. Fr mich eine absolute Perle, lediglich die erste Erweiterung ist kein Muss, fr Fans jedoch auf jeden Fall eine tolle Ergnzung.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.09.20 von Andreas K. - Tolles Workerplacement-Spiel mit schner Optik und vielen Mglichkeiten. Dass die Kartentexte klein sind ist mir nie strend aufgefallen, auch der Baum war nie im Weg. Grundstzlich gehts hier natrlich darum dass man Ressourcen sammelt und damit Gebude oder Kreaturen baut und dadurch Siegpunkte bekommt. hnlich wie in 7 Wonders gibts dann auch Karten die umsonst gebaut werden knnen wenn man eine bestimmte andere Karte schon gebaut hat. Und es gibt auch untereinander gute Karteneffekte so dass sich bestimmte Kombinationen lohnen. Meiner Spielgruppe hat es extrem gut gefallen. Auf der letzten Spielemesse (2019) war das Spiel schnell ausverkauft. Von mir die volle Punktzahl.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.03.21 von Marco Stutzke - Wir lieben dieses Spiel. Hbsch, tolles Workerplacement und der Glcksanteil strt uns nicht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.07.21 von Stefan H. - Everdell ist ein wirklich hbsches Spiel mit einer tollen Aufmachung. Allerdings ist der Baum bei 3-4 Spielern tatschlich eher hinderlich. Auch sind die Kartentexte sehr klein und fitzelig gehalten und fr mich kaum lesbar, sodass ich die Karten zum Lesen stndig in die Hand nehmen muss. So hbsch die Aufmachung des Spiels auch ist, so gewhnlich ist das Spiel im Kern. Die Hauptmechanismen, Workerplacement und Karten-Engine-Builder, gibt es in dieser Form schon dutzendfach. Das macht Everdell nicht schlechter, aber eben auch nicht auergewhnlich gut. Es ist halt einfach als Spiel gewhnlich. Fazit: Kann man spielen, musss man aber nicht!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.08.21 von Klaus Seitz - Das Spiel ist ein Blender. Klar, sieht am Nachbartisch gut aus, aber der Baum ist strend und berflssig, die Kartentexte winzig. Natrlich bietet es etwas Spiel, bleibt aber im Mittelfeld. Der Hype kann nur durch das putzige Material ausgelst worden sein.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.08.21 von G?ls?m Dural - Neue Spieler haben Schwierigkeiten, deshalb ist fr mich persnlich Everdell eher ein Kennerspiel als ein Familienspiel. Wegen der kleinen Schrift auf den Karten wrd ich es maximal zu dritt spielen. Gibt aber bessere Engine Builder wie Flgelschlag.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.08.21 von G?ls?m Dural - GHibt bessere Engine Builder. Siehe Flgelschlag.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.09.21 von Glsm Dural - Schnes Spiel, keine Frage. Aber wenn ich Engine-Builder spielen will, dann Flgelschlag, welches viel runder luft. ;-)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.01.22 von Petra - Es ist sicher nicht einer der besten Karten-Engine Builder und der Preis ist wirklich heftig, aber wer ein bezauberndes Artwork im Spiel und das verspielte Thema liebt, der wird seine Freude daran haben. Wir spielen auch eher Schwergewichte die teils sogar etwas nchtern gestaltet sind, aber dieses Spiel macht durch seine optische Aufmachung fr uns die genannten Kritikpunkte grtenteils wieder wett.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.01.22 von Kivi - Wow, das Material ist wirklich ein Hingucker. Egal ob die Illustrationen, die schnen Ressourcen oder der mchtige Baum, der sich passend an das Spielbrett schmiegt. Bei zwei Spielern strt der Baum nicht sonderlich, ab 3-4 Spieler ist das Ding dann nur noch im Weg. Mal ganz abgesehen von der wirklich unleserlichen Schrift, die einen dann doch so hufig daran hindert, eventuell Karten des Mitspielers zu nutzen, da man einfach keinen Bock mehr hat, schon wieder nach dem Text ner Karte zu fragen oder zu schauen. Dadurch entsteht kein elegantes Spielgefhl und zerstrt fr mich damit ein spaiges Spiel. Ja, es gibt deutlich mehr Spiele (auch hsslichere) die einfach mehr Spa machen und durch klare Kartentexte und eine durchdachte Aufmachung einfach ein fluffigeres Spielgefhl machen. Ist der Reiz des Schnen nach 1-2 Runden erst einmal verschwunden, bleibt leider kein schnes Spiel brig, zumindest kein schn zu spielendes. Daher muss es bei uns wieder ausziehen. Obwohl ich ihm 4 Punkte geben wollte, passt der Text bei 3 Punkten einfach besser.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.12.22 von HoshiMueller - Das Spiel ist einfach funktionierendes, hbsches Worker Placement ohne besonderen Anspruch (auer, dass man die vielen Karten ein bisschen kennen sollte). Da es auch nicht mehr sein mchte, kann ich die \"Blender\"-Vorwrfe nicht so ganz nachvollziehen. Man darf hier halt kein Expertenspiel erwarten. Dafr kann man es auch gut mit Neulingen spielen, sofern man ihnen die Kartenmechanik ein bisschen erklrt vorher. Klar, der Kartentext ist klein, aber nach dreimal Spielen wei man sowieso, was die Karten so tun, und braucht nichts mehr nachlesen. Mir gefllt\\\'s insgesamt. Ein Spiel darf ruhig auch mal hbsch sein. Ich ziehe das jedenfalls den vielen hsslichen Hexfeldspielen vor, die spieltechnisch vielleicht besser oder tiefer sind, aber optisch absolut nicht einladend.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.08.23 von Dencer - Schwanke zwischen 3-4 Punkten, die tolle Aufmachung lsst mich dann die 4 Punkte geben. Spielerisch ist alles gesagt, zu kleine Kartentexte, Glcksfaktor und wenig Interaktion. Schnell gespielt, schn designt und wenn es mal auf dem Tisch ist, wrde ich wieder mitspielen. Aber bei weitem kein Meisterwerk.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.01.24 von Meeplestilzchen - Everdell hat seinen Preis, den man bereit sein muss zu bezahlen. Sei es das bloe Grundspiel oder seine Erweiterungen welche im Verhltnis doch sehr teuer sind. Der Nachfolger Farshore soll noch teurer werden, Stand heute 99,99 im Pegasus Shop. Ich habe es auch immer in Relation gesetzt, \"was bekomme ich alternativ fr das Geld\" und was soll ich sagen... kann (sollte) man machen, keine Frage, aber nach meiner Erfahrung wird man doch mit einem wunderbaren Spielerlebnis belohnt. Wenn wir all-in spielen (werden), sagen wir mal mit Bellfaire, Pearlbrook, Spirecrest und Newleaf, liegen laut den Preisen unseres lokalen Fachhandels (der Onlinehandel ist natrlich lukrativer aus Sicht des Kufer, verzerrt aber preislich dann doch das Bild) stolze 266,91 auf dem Tisch, mit Elementen aus Mistwood wren es sogar 321,90 - das ist echt verrckt, gerade wenn man bedenkt, dass Bellfaire und Mistwood eher Module bieten, man bekommt aber ein wunderbar immersives Erlebnis mit wunderschnen Illustrationen und optisch und haptisch wirklich tollem Spielmaterial, vorausgesetzt, dass es einem das wert ist! Das mssen alle fr sich selbst entscheiden ob ja oder nein und wie tief (Erweiterungen) man bereit ist zu gehen. Das Spiel an sich ist eine schne Mischung aus Workerplacement, Enginebuildung und Tableaubuilding (dies sind die Mechanismen die fr mich klar im Vordergrund stehen). Es ist zweifellos mehr Taktik als Strategie vorhanden, da die Mglichkeiten sehr mit dem Zufall einher gehen: was ziehe ich auf die Hand, was liegt in der Auslage. Letzteres haben wir dank eines Tipps bezglich Farshore ein bisschen \"gehausregelt\" und zwar werden mehrfach ausliegende Karten bereinander gelegt, dies begnstigt den Kartenfluss und die Mglichkeiten ohne das Spiel dabei zu zerstren (mehrmals getestet, klappt hervorragend! Daher nur Note 5, da es ohne diese nderung hemmend sein kann). Man muss sich also darber im Klaren sein, dass der Schwerpunkt darauf liegt Situationen und Gelegenheiten zu erkennen, statt die Partie von A - Z durchzuplanen (daher Note 3). Ein kleiner Nachteil kann fr manche der voneinander unabhngige Rundenablauf sein (es gibt 4 Runden, reprsentiert von Jahreszeiten in denen wir uns befinden), ich sehe darin aber eher weniger ein Problem, da es sich - nach meiner Erfahrung - nie um groe Zeitrume handelt in denen man am Ende noch zusieht, kann aber mitunter frustrierend sein, wenn man von den Mitspielenden ohne die Mglichkeit der Einflussnahme berholt wird. Einzuordnen ist es im Bereich des (niedrigen) Kennerspiels, die Erweiterungen (selbst all-in) machen es auch nicht gerade zu einem Expertenspiel, aber die Kategorie ist schlielich kein Indikator fr Qualitt. Auch in Kombination mit den Erweiterungen Bellfaire, Pearlbrook und Spirecrest (mit Newleaf und Mistwood haben wir es noch nicht gespielt, diese werden aber dann erstmal fr sich erkundet) macht es unheimlich viel Spa, da die Erweiterungen sich untereinander nicht im Wege stehen und Regeln oder Abhandlungen nicht miteinander kollidieren. Da gibt es auch nichts, was man wirklich ignorieren kann oder mchte, man handelt (wenn mglich) alles ab, ohne dass es sich berladen anfhlt. Spielende mit Erfahrung sollten sich somit nicht von den Hinweisen in der Anleitung oder durch Content Creator abschrecken lassen, aber ich finde es dennoch gut, dass man Unerfahrene nicht berfordern mchte in dem man schreibt \"Packt alles rein!\". Lediglich der Markt aus Bellfaire, so habe ich es mir sagen lassen, negiert die Wettereffekte von Spirecrest. Die Effekte der Fhigkeiten-Karten aus Bellfaire lassen wir allerdings gelten, sodass sich die negativen Wettereffekte lediglich auf die Aktionsfelder auswirken.

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