Eingestellt Mittwoch 7. März 2012 - Dieser Artikel wurde 2715 mal aufgerufen.
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Spielinfo
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Spielecover |
Ein sehr variabler Spielaufbau sowie ebenfalls immer wechselnde Siegbedingungen sorgen dafür, dass Kingdom Builder immer ein bisschen anders abläuft. Grundsätzlich versucht aber jeder Spieler unter Vorgabe einer bestimmten Landschaft pro Runde das meiste Gold zu bekommen, indem er möglichst viele seiner Siedlungen geschickt im Königreich verteilt.
Aus acht Spielplanteilen benutzt man vier beliebige, um das Spielfeld zusammenzustellen, auf welches die passenden Ortsplättchen gelegt werden. Ein weiteres Spielplanteil dreht man auf die Rückseite, auf welchem die Zählleiste für die Ermittlung des Goldes (= Siegpunkte) am Ende des Spiels aufgedruckt ist. Weiters erhält jeder Spieler eine Landschaftskarte sowie die 40 Häuser seiner Farbe. Zum Schluss zieht man aus den zehn verdeckten Siegpunktkarten noch drei und legt sie offen aus, damit jeder Spieler weiß, welche Siegbedingungen für das kommende Spiel gelten.
Wer an der Reihe ist, spielt seine Landschaftskarte aus. Danach setzt er als Pflichtaktion drei seiner Häuschen (im Spiel werden diese "Siedlungen" genannt) auf ein Feld eines passenden Landschaftsabschnitts des Spielplans, wobei man dieses – sofern möglich – immer neben einem schon vorher gesetzten eigenen Haus platzieren muss.
Besitzt man bereits Ortsplättchen (diese erhält man, wenn man eine Siedlung neben ein solches Ortsplättchenfeld baut), so darf man vor oder nach seiner Pflichtaktion noch andere Siedlungen ver- bzw. einsetzen. Am Ende seines Zuges zieht man eine neue Karte nach, und es folgt der im Uhrzeigersinn nächste Spieler.
Das Spiel endet mit der Runde, in der ein Spieler sein letztes Haus gebaut hat. Danach wird für alle Spieler überprüft, wie viele Siegpunkte sie aufgrund der Siegbedingungen erwirtschaften konnten. Zusätzlich erhält man noch drei Punkte für jedes Schloss, an das man mindestens eine Siedlung gebaut hat.
Soweit der sehr simple Spielmechanismus. Allerdings hat es die Platzierungsregel, welche besagt, dass man eine neue Siedlung nach Möglichkeit immer neben ein schon gebautes eigenes Haus setzen muss, in sich. So sollte man sich schon vor dem ersten Spielzug sehr genau überlegen, wo man seine ersten Siedlungen einsetzt. Erstens sollten diese natürlich gleich ein Sonderplättchen einbringen, am besten eines, durch dessen Hilfe man schon im zweiten Spielzug ein zusätzliches Haus bauen darf. Zweitens ist es zur Erfüllung der meisten Siegpunktbedingungen erforderlich, dass man seine Siedlungen auf dem Spielplan verteilt.
Das ist aber nicht mehr möglich, wenn man seine ersten Häuser so ungeschickt einsetzt, dass man damit gleich an drei verschiedene Landschaften grenzt, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man seine nächste Siedlung angrenzend an die bereits bestehenden bauen muss. Nur, wenn man es schafft, seine Häuschen so zu platzieren, dass man möglichst lange diese einzige, aber heftige Setzregel zu umgehen vermag, hat man eine Chance, sich an unterschiedlichen Stellen des Spielplans auszubreiten. Und das bringt allein schon deshalb Punkte, weil man damit vielleicht neben mehrere Schlösser bauen kann, die immerhin jeweils drei Siegpunkte einbringen.
Natürlich hängt das eigene Ausbreitungsvermögen nicht nur vom geschickten Platzieren der ersten Häuser ab – das Kartenglück mischt hier selbstverständlich auch kräftig mit. Weil man ja nie die Wahl hat zwischen mehreren Möglichkeiten, sondern genau auf einer bestimmten Landschaft bauen muss, kann es natürlich durchaus passieren, dass man eine Weile nicht vom Fleck kommt. Aber nur in ganz seltenen Fällen lief es in meinen Testpartien wirklich so schlecht, dass ein Spieler schon eine Weile vor Spielende genau wusste, dass er mehr keine Chance auf den Sieg hatte.
Um eine solche Situation weitgehend zu vermeiden, muss man auch immer gut überlegen, ob man zuerst seine Pflichtaktion absolviert oder lieber erst die eigenen Ortsplättchen nutzt, wodurch sich manchmal ganz andere Möglichkeiten auftun.
So manchen störte es bei der ersten Partie, dass man keine Kartenauswahl hat, sondern seine Siedlung zwingend auf ein Feld setzen muss, welches der vorgegebenen Landschaft entspricht. Gerade dieser Umstand verhindert aber, dass das Spiel Längen bekommt, die ihm nicht gut tun würden. Grübelpotenzial ist ohnehin vorhanden, denn im Laufe einer Partie erhält man immer mehr Ortsplättchen, so dass der Einsatz der entsprechenden zusätzlichen Häuser ebenfalls wohlüberlegt sein will.
Überhaupt sind die Ortsplättchen der Motor des Spiels und man sollte nicht vergessen, wenigstens ein oder zwei davon in seinen Besitz zu bringen. Hat man keine davon, wird der Häuserbestand der Mitspieler schneller schrumpfen als der eigene und man hat deshalb am Spielende das Nachsehen. Auch wenn jene Plättchen, mit denen man Siedlungen nur versetzen darf, auf den ersten Blick nicht so lukrativ erscheinen wie solche, durch die man zusätzliche Häuser ins Spiel bringen kann, so leisten sie im Verlauf einer Partie oft wertvolle Dienste. Vor allem die Koppel, mit der man eine Siedlung um genau zwei Felder weit versetzen darf, oder der Hafen, mit dessen Hilfe man Häuser ins Wasser stellen darf, ermöglichen, Wasserbarrieren zu überwinden, wo man ansonsten möglicherweise vor unüberquerbaren Hindernissen steht, denn Wasser darf man normalerweise nicht besiedeln.
Dieses "Häuserhüpfen" war übrigens ein Umstand, der manche meiner Mitspieler störte, weil es einfach nicht logisch erscheint, Häuser zu versetzen. Ansonsten gibt es am Thema und am Material nichts zu bemängeln, auch die Spielregel ist kurz, reich an Beispielbildern und bis auf eine Stelle gut verständlich. Lediglich die Beschreibung des Tavernenplättchens lässt unterschiedliche Interpretationen zu. Aber wie mir der Verlag versicherte, ist es nicht erforderlich, dass die mindestens drei Häuser Teil einer isolierten Kette sein müssen, sondern diese Kette darf sich auch in einem Verbund von Häusern befinden.
Die Altersempfehlung ab 8 Jahren hätte ich etwas angehoben. Zwar verstehen 8-Jährige das Grundprinzip, sind aber meistens nicht in der Lage, die kleinen Raffinessen, die das Spiel bietet, zu erkennen und für sich zu nutzen. Spaß gemacht hat das Spiel aber trotzdem all meinen Testspielern aus dieser Altersgruppe, was sicherlich auch auf die knackige Spielzeit von etwa 45 bis 60 Minuten zurückzuführen ist. Kingdom Builder funktioniert in allen Besetzungen, aber im Spiel zu zweit gibt es kaum Wettbewerb um die ausliegenden Ortsplättchen, was die Interaktion ein wenig einschränkt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kingdom Builder schnellen Einstieg in ein Spiel ermöglicht, das fix mal gespielt, aber trotzdem nicht langweilig ist. Für Gelegenheitsspieler bietet es genau die richtige Mischung aus Anspruch und Leichtigkeit, bei Vielspielern scheiden sich die Meinungen. Während es den einen zu glücksbetont ist, spielen die anderen aber gerne mal eine schnelle Runde mit.
Rezension Sandra Lemberger
7 H@LL9000 Bewertungen, Durchschnitt:
3,0.
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01.02.12 von Sandra Lemberger |
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23.10.11 von Michael Andersch - Der Entscheidungsspielraum ist leider sehr übersichtlich. Die Variante, immer aus zumindest 2 Karten auswählen zu können schafft etwas Abhilfe, aber in der Version gemäß Regel wird man mehr gespielt, als dass man selbst agiert. |
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31.10.11 von Roland Winner |
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07.11.11 von Rene Puttin - Variabler Spielplan, variable Siegbedingungen, das klingt prima. Schade, dass das Spiel selbst nur aus Karte ziehen und drei Häuser an die erlaubten Stellen bauen besteht und somit nur wenig Spannung bietet. |
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07.11.11 von Barbara Winner |
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07.03.12 von Michael Kahrmann - Eigentlich gefällt mir das Spiel ganz gut in der richtigen Runde was mir aber sauer aufstößt, dass nahezu zeitgleich die erste Erweiterung auf den Markt geworfen wird. Das sieht nach Geldmacherei aus! Schade drum, die Erweiterung hätte man schön ins Basisspiel integrieren können. |
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07.03.12 von Michael Timpe - Ödes Häuschensetzspiel. Klar hat es mit den Sonderplätchen nen paar "Raffinessen", aber da die ja alle Spieler kriegen ist das einfach langweilig. Ich konnte nichts drann finden. |
10 Leser Bewertungen, Durchschnitt:
3,7
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08.11.11 von Trantor - Faszinierend, wie sehr meine Meinung von der der Hall9000-Leute abweicht… Die simplen Regeln und die eingeschränkten Zugmöglichkeiten lassen zunächst vermuten, dass man kaum Einfluss auf das Spiel hat. Spätestens nach der dritten Partie merkt man aber, dass dem nicht so ist. Durch geschicktes Kombinieren der verschiedenen Bonusplättchen stehen einem jede Menge Optionen offen. Da Spielplan und Siegpunktbedingungen von Spiel zu Spiel wechseln, ist man immer wieder gezwungen, seine Spielweise anzupassen und neu auszurichten. Kingdom Builder ist wesentlich anspruchsvoller und komplexer, als es zunächst den Anschein hat. Ich hatte jedenfalls in meinen ca. 20 Partien bisher noch nie das Gefühl, gespielt zu werden, und ich habe in jedem Spiel im Nachhinein klare Fehler von mir identifiziert, die relevant waren. Klar ist ein gewisser Glücksfaktor dabei, aber da man sich durch geschicktes Bauen seine Optionen offen halten kann und die Spieldauer angenehm kurz ist (ca. 10-15 Minuten pro Spieler), stört mich das nicht sonderlich. Kingdom Builder ist vielleicht kein Geniestreich wie Vaccarinos Erstling Dominion, aber dennoch eins der besten Spiele, die ich dieses Jahr spielen durfte. Ich schwanke beim Spielreiz zwischen 5 und 6, vergebe aber erstmal die vorsichtigere 5. |
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08.11.11 von Wolfram Dübler-Zaeske - Ich kann die offiziellen BewerterInnen nicht so recht verstehen. Meiner Meinung nach bietet das Spiel in ca. 50min. Spielzeit eine Menge an Entscheidungs- und Taktikmöglichkeiten, also genug Tiefe. Das Spiel ist gut, der Preis eine Katastrophe - aber über die Politik von QueenGames habe ich mich in den letzten Monaten zu oft aufgeregt... |
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08.11.11 von Frank Bergner - Kingdom Builder kann man sicherlich nicht mit Lancaster aus dem gleichen Hause vergleichen und das möchte es auch nicht. Für die Zielgruppe ab 10 bietet es ausreichend taktische Tiefe und aufgrund des Materials ein schönes Spielegefühl. |
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16.11.11 von zerics - Wirklich komisch. Kann den Verriss des Spiels auch nicht verstehen. Klar, der Ablauf ist simpel und einfach aber man muß schon ein paar Kniffe mit den Sonderplättchen und die ständig wechselden Siegbedingungen beachten und da ist viel mehr drin als man Anfangs glaubt. Man muß es wirklich ein paar mal gespielt haben. Mir ging es damals als Carcassonne heraus kam auch nicht anders.. dachte erst es ist ein ElCaballero für Arme.. der Rest ist Geschichte..als gibt dem Ding ne Chanche.. die Preispolitik hierüber find ich auch nicht förderlich.. |
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13.02.12 von Frank - Der große Spielkarton, das schön gestaltete Cover, der Spieltitel und der sehr hohe Preis wecken hohe Erwartungen. Diese Erwartungen werden enttäuscht! Das Thema ist aufgesetzt, denn man baut einfach Steine auf farbige Flächen. Und die Regel, dass man angrenzend bauen muss, zwingt einen häufig an Stellen zu bauen, die nichts bringen. Das Spiel plätschert ohne jegliche Spannung vor sich hin. |
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07.03.12 von Stefan - Ich schließe mich gerne Franks Urteil an. |
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07.03.12 von Jochen - Das Spiel wurde in unserer Runde sehr unterschiedlich bewertet. Mir ist es zu simpel. Ich schließe mich also der Mehrheit der H@ll Redaktion an. Ich ziehe eine Orstkarte und setze diese. Gähn. Die Plättchen täuschen taktische Finesse vor, die es jedoch nicht gibt. Kingdom Builder ist ein Flop. |
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07.03.12 von Jörn |
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07.03.12 von Cees Fisser |
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08.03.12 von TomTube |